15 Wanderer auf dem Weg der Besinnung

Bsen de au!

Unter dem Motto „Bsen de au!“ („Besinne dich!“) – erwanderten 15 Interessierte am 6. und 7. September auf Einladung des Verbandes Katholisches Landvolk den Weg der Besinnung und Einkehr auf der Ehinger Alb. Geführt wurden sie dabei von dem Kenner des örtlichen Biospährenreservats und Landvolkmitglied, Otto Rechtsteiner. Der Weg wurde 2011 als erster Wanderweg innerhalb des iosphärengebiets Schwänsiche Alb als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert.

Gestartet ist die Gruppe Freitagmittag am Landschulheim Jägerhof Ehingen oberhalb der Liebherrfabrik, wo die 600 Jahre alte Jägerhoflinde steht. Beeindruckend für die Teilnehmer waren die Tafeln am Wegesrand. Sie geben Zeugnis von herausragen­den Orten und regen dazu an, Altes und Gewohntes zu überdenken. So wurden die Wanderer beispielsweise auf ihrer zweiten Station, der Stoffelbergkapelle, zur inneren Rast eingeladen. Hier treffen sich mehrere Pilgerwege: Der Martinusweg der Diözese und der Oberschwäbische Pilgerweg.

Weiter ging die Tour zum östlichen Ortsbeginn Altstreußlingen mit Blick auf die alte Römerstraße. Der Weg führte dann durchs Briltal mit dem Maierbrünnle, einer historischen Röhrenwasserleitung, über den Briler Skihang, wo sich die Burgruine Altstreußlingen befindet. In Dächingen übernachtete ein Teil der Gruppe im Gasthaus. Kronenwirt Allfons Köhler hielt dort in seiner Funktion als Moderator für das Biosphärengebiet der Lokalen Agenda 21 Ehingen einen Kurzvortrag über das Gebiet und die Aktivitäten.

Den zweiten Tag begannen die nunmehr 7 Teilnehmer am Biosphärenzentrum der Ehinger Alb mit Informationen über das Biosphärengebiet und einer morgendlichen Meditation. Per PKW ging es dann nach Altstreußlingen, von wo aus die Wanderer die südliche Route des Besinnungsweges erkundeten. Von hier wanderte die Gruppe wieder Richtung Dächingen, wo eine Vesperpause zum Verweilen einlud.

Weiter ging es über die Feuchtbiotope bei Dächingen zum Aussichtspunkt ins Biosphärengebiet und auf die Lutherischen Berge, deren Name auf die Konfessionsgenze Evangelisch/Katholisch hinweist. Über den Bergrücken „Landgericht“ mit Ausblick Richtung Oberschwaben, Bussen und Donautal ging es zur Endstation Technikmuseum „Alte Säge“, einem liebevoll hergerichteten historischem Museum. Die Betreiber Irmgard und Karl Schöttle bewirteten die Gruppe dort mit Kaffee und Kuchen. Dieser Besuch bildete den Krönenden Abschluss der Wanderung.

Die Resonanz aller Teilnehmer war sehr positiv, so wird es möglicherweise eine Fortsetzung geben. „Das kann ich aber derzeit nicht versprechen“, sagt Otto Rechtsteiner.