Eine Welt

Unser Partner in Uganda

Uganda

Mit dem Partnerschaftsprojekt in Uganda soll das Vertrauen in die gemeinschaftlichen Selbsthilfe- und Gestaltungskräfte von insgesamt 2.700 armen Kleinbauernfamilien im Nakaseke Distrikt gestärkt werden. Sie sollen dazu motiviert werden, möglichst selbst ihre Lebenssituation zu ändern, die sie vorherrschend als perspektivlos ansehen. Die Menschen dort leben überwiegend von Subsistenzlandwirtschaft. Viele sind Analphabeten, leben in extrem einfachen Wohnverhältnissen und haben gesundheitliche Probleme verknüpft mit einer hohen Kindersterblichkeit.

In konkreten Einzelprojekten zusammen mit lokalen Trägern vor Ort geht es darum, die Armut und den Krankheitsdruck auf eine sensible und nachhaltige Weise zu lindern. Auch Fragen der Chancengleichheit für Frauen und Mädchen spielen dabei eine Rolle. Im wirtschaftlichen Bereich geht es um nachhaltige landwirtschaftliche Produktivität durch entsprechende Schulungen und um Zugang zu den Märkten über eine gemeinschaftliche Vermarktung. Zentral ist auch ein Spar- und Kleinkreditwesen vor allem für Investitionen in der landwirtschaftlichen Produktion. Im Bereich er Gesundheitsförderung geht es vor allem darum, stark gesundheitsschädliche häusliche Faktoren wie Ofenqualm oder kontaminiertes Trinkwasser zu reduzieren und die Gesundheitssituation allgemein zu verbessern. So wurden beispielsweise 200 Energieeffizienzöfen installiert und zahlreiche Schulungen für deren Gebrauch gemacht. Darüber hinaus sind 180 Wassersammeleinrichtungen geplant, die den Familien Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen.

Wie in allen Projekten, die vom Landvolk gefördert werden, spielen persönliche Kontakte und gegenseitige Besuche eine wichtige Rolle. Bei seiner Projektreise im August 2011 stellte der Mitarbeiter des ILD, Hermann Schuten fest, dass es vor Ort schon 60 Gruppen mit 2.400 Mitgliedern gibt, die an gruppendynamischen Prozessen teilnahmen. Innerhalt dieser Gruppen werden Betreuer gewählt, die durch spezifische Schulungen in den Fachdisziplinen (angepasste Landwirtschaft, Gesundheit und Kommunikationstechniken des ländlichen Raums) weitergebildet werden. Sie begleiten und qualifizieren dann ihrerseits die Gruppen mit ihren erworbenen Kenntnissen und stehen als Kontaktpersonen zwischen Projektpersonal und Gruppe zur Verfügung. Darüber hinaus wurden 240 Führungskräfte (4 je Gruppe) in den Vorstand der Gruppen gewählt. Insgesamt wurden über 60% der Führungspositionen von Frauen eingenommen. In diesen Gruppen werden Bestandsanalysen gemacht und darüber diskutiert, wie die Entwicklung hin zu einer besseren Zukunft aussehen könnte und planen dann die Maßnahmen.

Übrigens:

Aus dem Nothilfeprogramm in Uganda , das im vergangenen mit Geld aus der Aktion Minibrot gefördert wurde, ist ein nachhaltiges Projekt geworden

Im vergangenen Jahr hatten uns so alarmierende Nachrichten aus dem Osten Ugandas erreicht, dass der Vorstand des VKL beschlossen hatte, einen Teil des Geldes für die Menschen in dieser Krisenregion zur Verfügung zu stellen. Viele Familien im Osten Ugandas standen vor dem Nichts und brauchten sofort dringend Hilfe. Aus diesem Nothilfe-Programm ist dank der guten Betreuung und Informationsarbeit durch den Internationale Ländlichen Entwicklungsdienst und der Katholischen Landvolkbewegung mit ihrer ugandischen Partnerorganisation „Apoolo Na Angor“ ein langfristiges Projekt der Entwicklungszusammenarbeit geworden. Hierbei spielt die Einführung einer neuen trockenresistenten Manioksorte eine wichtige Rolle. Mittlerweile wird das Projekt von der Aktion Hoffnung weiter unterstützt und begleitet. Ein echter Erfolg kooperativer und diskursiver Entwicklungszusammenarbeit.