Kürzlich war ich mit meiner Frau beim Erntedankgottesdienst in Eberhardzell-Mühlhausen. Die dortige Landvolkgruppe hatte den Erntedankaltar wundervoll gestaltet und sich nach dem gut besuchten Gottesdienst an unserer Aktion Minibrot beteiligt. Immer wieder musste ich auf die Erntedankgaben am Altar blicken – auf die Vielfalt dessen, was die Natur uns bietet. Auch zu Hause ging mir das immer wieder durch den Kopf. Welch wundervolle Gerüche, Aromen und Geschmäcker werden uns da geschenkt. Aber wie oft nehmen wir das überhaupt wahr?
Der Duft eines frischen Brotes
Die differenzierten Aromen der vielen Apfelsorten
Eine vollreife Tomate mit ihrem süß-säuerlichen Geschmack
Ein Zwetschgenkuchen, den wir gerade aus dem Ofen holen
Die dampfende Kürbissuppe vor uns im Teller
Die köstliche Erdbeermarmelade auf unserem Frühstücksbrötchen
Der Duft nach Birne und Pfirsichen in einem Grauburgunder vom Bodensee
...mhh
All diese unendlich vielen Geschmäcker, Dürfte und Aromen sind doch etwas Wundervolles. Dazu haben wir eine Nase, nicht nur zum Atmen, nein, auch zum Riechen und eine Zunge, die all diese große Vielfalt wahrnehmen und schmecken kann. Schlingen wir also all diese Gaben nicht achtlos hinunter, sondern freuen uns an all diesen Köstlichkeiten, die die Natur uns schenkt. Auch das gehört zum bewussten Essen und Trinken und zur Wertschätzung für Produkte und Produzenten.
So macht Erntedank und der Dank für Gottes unendlich vielfältige Schöpfung noch mehr Sinn.
Herzliche Grüß
Georg Beetz
Vorstandsmitglied Verband Katholisches Landvolk e.V.