Die Vertreter des VKL nehmen in Stuttgart den Preis entgegen

Franziskuspreis für VKL

Ideenreich und kompetent für die Bewahrung der Schöpfung

„Wir freuen uns und fühlen uns für weitere Aktivitäten sehr motiviert“, sagte der Vorsitzende vom Verband Katholisches Landvolk (VKL) bei der Verleihung des Franziskuspreises am Donnerstag in Stuttgart. „In der Erntedankzeit und gleichzeitig am Namenstag des heiligen Franz von Assisi dürfen wir die Ernte einfahren für langjährige Arbeit und viel Einsatz“, so der Vorsitzende Johannes Sauter. Der VKL wurde für seine kontinuierliche Arbeit für Nachhaltigkeit und Schöpfungsspiritualität mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Mit dem Franziskuspreis zeichnet die Diözese Rottenburg-Stuttgart vorbildliche und zukunftsweisende Beispiele nachhaltigen Handelns aus. „In unserer Diözese ist eine Saat aufgegangen“, sagte Bischof Dr. Gebhard Fürst bei der Preisverleihung im Bischofshaus Stella Maris. Alle 19 eingereichten Initiativen und Projekte seien Ausdruck des Wissens um die weltweite Solidargemeinschaft aller Menschen.

Die Initiative "Nachhaltige Bewusstseinsbildung und Schöpfungsspiritualität" ziele effektiv auf den ländlichen Raum, der sich zunehmend einem Erosionsprozess stellen müsse. Er sei besonders von der Energiewende betroffen, könne gleichzeitig aber auch Lösung bieten. Dafür stehe die intensive Auseinandersetzung des VKL mit der Zukunft von Bioenergiedörfern, sagte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Franz Untersteller, der den Vorsitz der Jury übernommen hatte.

„Nachhaltigkeit und Schöpfungsspiritualität sind zentrale Arbeitsschwerpunkte des VKL seit seinem Gründungsjahr 1960 bis heute“, betonte Johannes Sauter. Exemplarisch dafür stünden die kontinuierliche Bildungsarbeit für Nachhaltigkeit und Schöpfungsspiritualität im ländlichen Raum, sowie die drei großen Kampagnen „mein-nein.de – Haushalt ohne Genfood“, „Kein Patent auf Pflanzen und Tiere“, sowie die Klimakampagne „Fairwandel dein Klima!“. Aber auch die Entwicklungszusammenarbeit, die auf langjähriger partnerschaftlicher Zusammenarbeit beruhe, sei ein Musterbeispiel für Nachhaltigkeit. „In diesem Sinne werden wir weiter arbeiten“, so Johannes Sauter. Denn auch das neue Arbeitsfeld des VKL, „Bürgernahe Kommunalpolitik“ werde intensiv unter den Aspekten Nachhaltigkeit und Schöpfungsspiritualität beackert.

Die Diözese hat den Preis 2008 ins Leben gerufen, um damit zu verdeutlichen, dass das Gebot der Stunde in Sachen Klimaschutz nicht Resignation oder gar Untätigkeit ist. Christen sollten entschieden mit Ideen, Kreativität und Kompetenz für die Bewahrung der Schöpfung eintreten. Schirmherr des Franziskus-Preises 2012 ist der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

 

Bild: Johannes Sauter (Vorsitzender VKL), Roland Miola (Vorstand VKL), Franz Untersteller (Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft), Bischof Dr. Gebhard Fürst, Elisabeth van der Linde (Presseverantwortliche des VKL), Wolfgang Schleicher (Geschäftsführer VKL), Christa Pfeiffer (Mitarbeiterin VKL), Michael Wehinger (Leiter der landwirtschaftlichen Familienberatung des VKL).