Ausgabe 05/2011

Ausgabe 05/2011

In dieser Ausgabe:

Fahrradwallfahrt nach Flüeli zu Bruder Klaus

In diesem Jahr unternahm der VKL eine mehrtägige Radtour zum Schutzpatron des Landvolks, dem Heiligen Klaus von der Flüe. Das Ziel war das 260 Kilometer vom Bodensee entfernte Flüeli in der Schweiz. Neben 13 Erwachsenen waren auch 14 Kinder dabei.

Vom Startpunkt Lindau ging es über den Bodenseeradweg nach Bregenz, wo die Besichtigung der Seefestbühne das erste Ziel war. Anschließend führte der Weg in die Schweiz, wo es auf dem gut ausgebauten Rheintal-Radweg hinauf ging bis nach Sargans. Vom Rheintal zweigte der Weg dann zum Walensee ab, der - zur Freude der Kinder - zwei in den Fels gehauene und nur spärlich beleuchtete Fahrradtunnel bot. Trotz Kühlschrank-Temperaturen gab das ein großes Hallo und Huhu. Nach einigem bergauf und bergab wurde schließlich der Zürichsee erreicht der bei Pfäffikon auf dem Fahrdamm überquert wurde. Die 500m Höhenunterschied nach Einsiedeln wurden zur Erleichterung aller mit dem Zug überwunden. Nach der Besichtigung der Klosterkirche und seiner Gnadenkapelle ging es am nächsten Tag in atemberaubenden Abfahrten, bis die Bremsen heiß liefen, bergab zum Vierwaldstätter See.

Nach einem heftigen Nachtgewitter wurde bei schönem Wetter der Vierwaldstätter-See mit der Fähre überquert und die letzte Etappe, der Anstieg nach Flüeli-Ranft genommen.

Mit dem Besuch der Einsiedelei und einem Gottesdienst am nächsten Tag fand die Radtour ihren Abschluss. Zurück ging es mit dem Bus nach Lindau. Das tägliche Aufbrechen, Unterwegs sein und Ankommen in einer harmonischen Gemeinschaft ließ jeden Alltag schnell vergessen.

Erfahrungen mit Gott und dem katholischen Landvolk

Ein Landvolkmitglied berichtet aus seinem Leben

Meine Eltern hatten in den Jahren 1930 – 1939, der Kriegs- und Nachkriegszeit, große Sorgen. Aber sie versuchten im Vertrauen auf Gott mit ihren Problemen fertig zu werden. „Gebet und Arbeit“ war ihr Leitwort. Durch die Taufe wurde ich aufgenommen in die Kirche und im Religionsunterricht erfuhr ich mehr über Gott. Während meiner Kinder- und Jugendzeit hatte ich auch Gotteserfahrungen, bei Krankheit und Unfällen, aber sie waren oft von kurzer Dauer. In jungen Jahren hatte ich mich nicht so intensiv mit Gott und dem Glauben auseinander gesetzt, wie meine Eltern und so konnte ich ihren Glauben damals nicht so recht nachvollziehen.

Ich lernte meine Frau kennen und nach unserer Heirat und Hofübernahme fingen wir an zu bauen. Da wurde meine Frau krank; es war einfach zu viel für sie. Dies war alles auch für mich zu viel, es machte auch mich krank. Wir gingen zu mehreren Ärzten, nach den Untersuchungen sagte uns der Facharzt, wir seien klinisch gesund. Es konnte und wollte uns niemand verstehen. Ich ging erneut zum Hausarzt, der mir sagte, ich solle heimgehen und mein Testament machen, da mein Leben bald zu Ende ginge; dies hat mich tief getroffen. Mit 43 Jahren sollte mein Leben zu Ende sein? Arbeit,  Geld und Gut, das kann doch nicht alles sein – da habe ich mein Leben in Gottes Hand gelegt und gesagt: „Herr, wenn du willst, dass ich sterben soll, bin ich bereit, aber wenn ich noch mal gesund werde, will ich mein Leben ändern und Zeugnis für dich geben mein Leben lang.“ Mit Arznei, viel Tee und Beruhigungstropfen trat langsam Besserung ein.

In dieser Zeit hörte ich einen Vortrag über die Bibel. Am Schluss des Vortrags bekam jeder Teilnehmer ein Buch mit dem Titel: Wie liest man die Bibel? Das Buch lag viele Monate ungelesen im Schrank bis ich es in die Hand nehmen sollte. Der erste Satz, den ich aufschlug, lautete: Mein ist die Rache, ich werde vergelten. Dieser Satz hat mich sehr beschäftigt. Und von da an habe ich immer mehr in der Bibel gelesen, denn sie gab mir vermehrt Mut und Kraft in Freud und Leid.

Mein Versprechen, das ich Gott gegeben habe, hat mich immer wieder beschäftigt; so wurde ich tätig im Kirchengemeinderat und beim Verband Katholisches Landvolk – hier in der Gemeinde, im Kreis und bei Sitzungen in Stuttgart. Da habe ich gespürt, dass ein Segen auf dieser Arbeit ruht. Meine Frau und ich nahmen mehrfach an der Diözesanwallfahrt nach Flüeli teil und beteten im Ranft, wo Bruder Klaus als Einsiedler gelebt und für mehr Frieden gebetet hatte. Bruder Klaus kann uns ein Vorbild sein, er stand mit beiden Füßen im Leben. Er war Bauer und hatte im Kanton mehrere Ämter inne, die er niedergelegte, weil er sich weigerte, Ungerechtigkeiten mitzutragen. Fortan wollte er einen neuen Lebensweg in Gott gehen und rang mit seiner Frau um ihre Zustimmung. Dorothea stimmte nach schwerem Ringen zu, und Klaus ging einen Weg in Gebet und Gottvertrauen. Heute sind wir dankbar, dass wir zum Katholischen Landvolk und zu Bruder Klaus gefunden haben und dass alles immer wieder gut geworden ist. „Das Leben geht weiter, es kommen neue Probleme und Herausforderungen auf uns zu. Aber Gebet, Arbeit, Hoffnung und Gottvertrauen waren und sind immer wieder unsere Begleiter.“ Mit dem Bruder-Klaus-Gebet möchte ich schließen:

Mein Herr und mein Gott, gib alles, was mich fördert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.

Vitus Metzger    

Warum es an der Mosel so schön war

Bericht über dieStudienfahrt

Die diesjährige Studienfahrt, die die rund 50 Teilnehmer vom 14. bis 18. Juni nach Luxemburg, Trier, Eifel und Hunsrück geführt hatte, stellte wieder mal alle sehr zufrieden. Ottmar Bodenmiller hatte ein umfangreiches Studien- und Besichtigungsprogramm organisiert, das die Teilnehmer in fünf Gebiete führte, die nicht voneinander zu trennen und doch so unterschiedlich sind: Den Rhein und die zauberhafte Flusslandschaft des Moseltales. Die Eifel mit ihren sanft gerundeten Bergkuppen, Vulkankegeln und Maaren. Das Fürstentum Luxemburg mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt Luxemburg und seinen malerischen Plätzen und heimeligen Altstadtgassen. Und auch das Saarland und der Hundsrück fehlten bei dieser Fahrt nicht. Einer der Höhepunkte war sicher der Besuch der Stadt Trier, die seit der Römerzeit bedeutend für die Region ist. Besichtigt wurden die Basilika, die Kaisertherme, ein großes Amphitheater und die gewaltige Porta Nigra. Aber auch das europäische Luxemburg mit seinen Sehenswürdigkeiten wie Festungsanlage, Kasematten, hängenden Gärten, Kathedrale, Großherzogliches Palais, Altstadt sowie Banken- und Europaviertel, gehörte zu den Höhepunkten. Schon in Rückreisestimmung, stand noch die deutsche Edelsteinstraße auf dem Programm. Und so beendete die Besichtigung einer Edelsteinschleiferei das eindrucksvolle Bildungsprogramm.  

Eberhardzell: Langjährige Mitglieder geehrt

Mit einem herzlichen Danke für ihre Arbeit im VKL wurden am 10. Juni 14 Mitglieder der Gruppe Eberhardzell mit der goldenen und silbernen Ehrennadel, sowie mit der Ehrenurkunde für ihre 40-, 25- oder 15-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Das Engagement war und ist sehr wichtig, damit die Aufgaben des Landvolkes überhaupt durchgeführt werden konnten und auch weiterhin durchgeführt werden können. Wer nicht anwesend sein konnte, wird vom Vorsitzenden, Eugen Mayerhofer, geehrt. Wolfgang Schleicher: „Es ist auch mir eine Ehre, diese vielen und langjährigen Mitglieder alle zu ehren.“

 Goldene Ehrennadel (für 40-jährige Mitgliedschaft): Anton Maucher, Hermann Hammer, Hugo Krattenmacher.

 Silberne Ehrennadel (für 25-jährige Mitgliedschaft): Reinhard Schmid, Karl Krattenmacher, Josef Sigg, Wolfgang Mast, Hans Mohr, Erst Kloos, Alois Gerster, Karl Kranz.

 Urkunden-Verleihung (für 15-jährige Mitgliedschaft): Eugen Mayerhofer, Alfons Gnannt, Bruno Eisele.

Stockbrot über dem Feuer

…gehört einfach dazu, wenn die Väter mit ihren Kindern in Wemding am See das beinahe schon traditionelle Väter-Kinder Wochenende verbringen. Programmhöhepunkt aber war in diesem Jahr Mitte Juli das Kanufahren auf der Altmühl. Rund 40 Väter und Kinder hatten Spaß miteinander, sei es im Boot, am Badesee, beim Lagerfeuer oder beim Grillen. Beim Gottesdienst am Sonntag wurde überlegt, wie Stürme, die es nicht nur auf hoher See sondern auch in der Familie gibt,  beigelegt werden können und wie Gott helfen kann. Alle waren sich einig: nächstes Jahr sind wir wieder dabei.

Geburtstagskinder

Es gibt wohl nichts, was sich im Laufe

der Zeit nicht mindestens einmal

jährt und so Anlass zum Feiern bietet.

Ganz besonders sind es aber die

Geburtstage mit den runden Glanzpunkten.

Wir gratulieren herzlich!

85. Geburtstag:

Martin Saier, Horb-

Grünmettstetten | Josef Mayer, Kirchberg-

Sinningen | Franz Feil, Aalen-Ebnat

80. Geburtstag:

Erwin Gundling, Laudenbach

| Karl Pfau, Berg | Georg Mayer, Aalen

75. Geburtstag:

Hildegard Barth, Böbingen

| Ferdinand Schwer, Ulm-Eggingen

| Hubert Wiedemann, Berg | Josef

Ruess, Friedrichshafen-Ailingen

70. Geburtstag:

Anton Rathgeb, Ziertheim

| Herbert Mittnacht, Sindelfingen |

Bernhard Weiß, Löffelstelzen | Otto Mack,

Mietingen | Robert Marschall, Ravensburg

60. Geburtstag:

Erich Hezel, Fluorn-

Winzeln | Anton Köberle, Ummendorf |

Anneliese Brenner, Neresheim-Elchingen

50. Geburtstag:

Georg Halder, Altenried

| Manfred Renz, Ulm-Ermingen