55 Fußpilger in der Schweiz auf dem Weg nach Flüeli

Schritt für Schritt zu sich selbst

Rund 100 Pilger wanderten in zwei Etappen in die Schweiz nach Flüeli

Tränen der Freude hatten zahlreiche Pilger in den Augen, als sie am vergangenen Mittwoch, dem 8. August nach über 150 km Fußmarsch durch die Schweiz in Flüeli ankamen und damit auch eine innere Reise durchliefen. In diese innere Erfahrung wurden die Pilger von Pater Bruder Klaus Wolter und Schwester Annegret hineingeführt. Sie verstehen es mit ihrer langjährigen Erfahrung, die Pilger intensiv zu begleiten auf ihrem Weg in eine nähere Gotteserfahrung und damit auch in eine tiefere Selbsterfahrung. So durften viele Pilger einiges von ihrem „seelischen Gepäck“ unterwegs abladen, um erleichtert in Flüeli anzukommen. Dort führte der erste Weg zur sogenannten Ranft von Bruder Klaus, der sehr einfachen Wohnstätte des schweizer Nationalheiligen und Schutzpatron des Katholischen Landvolkverbandes. Er dient dem Verband als geistiges Vorbild, da er es verstanden hat, tiefe Spiritualität mit politischem Engagement zu verknüpfen. Gestärkt und offenen Herzens beginnt kehrten die Pilger am Samstag nach dem Abschlussgottesdienst in ihren Alltag zurück, um ihn wieder neu zu gestalten und zu erfahren und vielleicht sind sie ja im nächsten Jahr wieder dabei.

Gestartet waren die 65 Pilger in Ailingen am Bodensee, dem Startpunkt der zweiten Pilgeretappe des VKL über insgesamt 325 km nach Flüeli. Die 45 Pilger der ersten Etappe waren bereits am 27. Juli in Stetten ob Lontal aufgebrochen, um von dort die 175 km zum Bodensee zu pilgern. So waren es insgesamt rund 100 Pilger, die in der Zeit vom 27. Juli bis 11. August, den Fußmarsch nach Flüeli mitgemacht hatten.