Grüne Woche:

Verbraucherschutz geht alle an!

Warum so manch ein Verbraucher, Tier- und Umweltschützer oder Kirchenvertreter am Samstag in Berlin auf die Straße geht, statt ins Messegelände

Jetzt ist es wieder soweit: Die Internationale Grüne Woche ist eröffnet. Aber nicht alle, die sich für Landwirtschaft und Verbraucherschutz interessieren, gehen zum Messegelände. So manch ein Landwirt, Kirchenvertreter, Tier- und Umweltschützer will die Chance nutzen, in Berlin für eine bessere Landwirtschaft und mehr Verbraucherschutz zu demonstrieren. Und das geht uns alle an. Im Einzelnen geht es um die Forderungen, Subventionen stärker an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien zu binden. Das könnte zum Beispiel bedeuten, die Zahl der Angestellten bei der Subventionierung zu berücksichtigen, oder mit dem Geld Anreize zu geben, umweltschonender und tiergerechter zu produzieren. Eine weitere Forderung lautet: Heimisches Futter statt Gentechnik-Soja zu füttern, was nach Aussagen eines großen Futtermittelherstellers in Deutschland durchaus möglich ist. Auch die Spekulationen mit Lebensmitteln, die weltweit den Hunger verstärken, müssen ein Ende haben. Aber man muss nicht nach Berlin fahren, um für seine Gesinnung zu demonstrieren. Eine bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft mit dem notwendigen Respekt vor der Natur und den Tieren, kann jeder Einzelne mit seinem Einkaufsverhalten steuern.