Eindrücke aus Uganda

Lachende Gesichter und hohe Motivation

Eine 12-köpfige Reisegruppe des VKL hat vom 09. bis 23. April das Partnerschaftsprojekt WEKEMBE in Uganda besucht. „Gegenseitige persönliche Kontakte zeichnen unsere internationalen Partnerschaften aus“, sagte der Geschäftsführer des VKL, Wolfgang Schleicher nach der Rückkehr. Insbesondere die immens hohe Gastfreundschaft, die vielen lachenden Gesichter und die hohe Motivation der Menschen hätten bei allen Teilnehmern des Austauschs einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Seit seinem letzten Besuch vor drei Jahren seien deutliche Fortschritte sichtbar geworden, so Wolfgang Schleicher weiter. Zwei Beispiele: Ein Projektteilnehmer berichtete, er habe einen Kredit für zwei Schweine bekommen. Dank dieser Starthilfe besitze er mittlerweile ein Haus und drei Boote auf dem Victoriasee. Auf einem Hof, auf dem noch vor drei Jahren drei Schweine und zwei Rinder gehalten worden waren, lebten jetzt zehn Rinder und 30 Schweine.

Diese und zahlreiche andere Erfolgsgeschichten wurden den Gästen immer wieder und voller Stolz präsentiert. Die Teilnehmer am WEKEMBE-Projekt handeln nach dem Motto „Hoffnung und harte Arbeit“. Ohne die konsequente Umsetzung dieses Slogans wären solche Erfolge wohl nicht möglich.

Seit Anfang dieses Jahres fördert der VKL ein neues Projekt in Uganda, dessen Schwerpunkt auf dem Umgang mit dem Klimawandel liegt. Dieser führt mittlerweile zu längeren Trockenzeiten, zu mehr Regen und zu unberechenbaren Wetterphänomenen. Im Projekt, welches ebenfalls von WEKEMBE durchgeführt wird, werden einerseits Bäume gepflanzt und andererseits mit trockenresistentem Saatgut experimentiert. Auch neue Pflanzen- und Grassorten für Viehfutter sollen eingeführt und erprobt werden.
Ein weiteres wichtiges Projektziel ist das Einsparen von Energie. Dazu leistet eine Erfindung von Dr. Moses Musaze, von der Makerere-Universität in Kampala, einen wichtigen Beitrag: Form-Ziegelsteine, die das holzzehrende und vergleichsweise teure Brennen von Ziegeln ersetzen. Formziegelsteine werden mit einfachen Pressen aus dem vorhandenen rötlichen Boden, etwas Zement und Wasser hergestellt. Sie können am Tag nach der Pressung zum Beispiel für den Häuserbau, den Bau von Vorratsbehältern, Wassertanks oder Energiesparöfen verwendet werden. Die Technik ist rund 20 Jahre alt, erprobt und hält allen Witterungseinflüssen stand. Das Projekt soll dabei helfen, diese Technik weiter zu befördern und zu verbreiten. „Dies dürfte eine große Chance für Uganda darstellen und vor allem der armen Bevölkerung helfen, die sich die teuren Ziegel kaum leisten kann“, so Wolfgang Schleicher.

Natürlich könne man nicht über Uganda berichten, ohne die Schönheit der Natur zu erwähnen, so Schleicher. Im April herrscht in Uganda Regenzeit, die verbunden ist mit üppigem Wachstum und kräftigem Grün. „Mit dem dort typischen Anbau der Kleinbauern, die eine Art Wald-Landwirtschaft mit intensiven Mischkulturen betreiben, sieht dies alles wunderschön aus“, berichtet Wolfgang Schleicher. Aber auch die Tierwelt im Nationalpark sei ein einzigartiges Erlebnis gewesen.

Mehrfach hatte die Gruppe die Gelegenheit, Erzbischof Dr. Cyprian zu treffen. Er ist der Gründer von WEKEMBE und unterstützt es bis heute sehr. Auch die Geschäftsführerin, Victoria Lukwago, ist von Beginn an dabei und verkörpert bis heute diesen Gründergeist. „Was WEKEMBE in Uganda leistet, ist aller Ehren wert. Hut ab vor dieser Arbeit!“, resümiert Wolfgang Schleicher dankbar.

Wer Interesse an einem authentischen Vortrag über das Projekt hat, kann gerne einen Teilnehmer/ eine Teilnehmerin der Reisegruppe bitten, vor Ort zu berichten. Alle Teilnehmer sind sehr gerne dazu bereit.