In Tat und Wahrheit lieben

Meine Kinder, wir wollen nicht mit Herz und Zunge lieben,

sondern in Tat und Wahrheit.

 1. Joh. 3, 18

Dieses Wort aus dem 1. Johannesbrief stellt Papst Franziskus an den Anfang seiner Botschaft zum 1. Welttag der Armen. Er fordert darin nicht nur Taten von uns, sondern auch die konkrete Begegnung mit den Armen.

Das Fest der Liebe und des Friedens lädt uns ein, in den Tagen der Besinnung und inneren Einkehr auch an jene zu denken und mit ihnen zu teilen, die von Armut in der heutigen Zeit besonders betroffen sind und nebenan oder vor unserer Haustür leben:

 

die alte Frau, die nur eine kleine Rente erhält, weil sie ihr Leben der Erziehung und Fürsorge ihrer Kinder gewidmet hat,

der junge Mann mit geistiger Behinderung, der keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat,

die Alleinerziehende, die nur mit mehreren Jobs sich und ihre Kinder über Wasser halten kann,

der Junge, der sich auf dem Schulhof für seinen billigen Anorak schämt,

Tausende von Flüchtlingen, die in den letzten Jahren in unserem Land Zuflucht vor Krieg, Hunger und Elend suchten und fanden,

die Menschen bei unseren Partnerorganisationen in Uganda und Argentinien.

 

Vor 2000 Jahren kam einer selbst arm zur Welt. Später hat sich Jesus gerade für die eingesetzt, die nichts hatten, die am Rande der Gesellschaft lebten. Er hat uns mutig vorgelebt, was es heißt in „Tat und Wahrheit “ zu lieben. Jeden von uns liebt er so.

Eine besinnliche Frage zu Weihnachten und eine sinnvolle Frage an jedem neuen Tag. Wie können wir diese Liebe unseren „Nächsten“ weitergeben?

 

Herzlich bedanken wir uns für das gute Miteinander in diesem Jahr.

Wir wünschen Ihnen zu Weihnachten das Vertrauen in Gott, den wunderbaren Ratgeber, dass er unsere Schritte lenkt. Er geht mit uns, wir können uns auf ihn verlassen.

 

 

Paul Notz                                         Johannes Sauter

Diözesanpräses                             Diözesanvorsitzender

 

 

                       Wolfgang Schleicher

                       Geschäftsführer