Ausgabe 03/2016

Ausgabe 03/2016

In dieser Ausgabe:

Nicht überall Sonnenschein - aber Vieles geht

Wie die Gemeinde Fichtenberg die Chancen der Integration ergreift

„Es ist nicht überall Sonnenschein, aber Vieles geht“. So bringt Roland Miola, Bürgermeister der Gemeinde Fichtenberg und Vorstandsmitglied im VKL, die momentane Situation in seiner Gemeinde auf den Punkt. In Fichtenberg leben derzeit elf Flüchtlinge, um deren Integration die Gemeinde sich intensiv und ganzheitlich bemüht.

Fichtenberg liegt idyllisch im Landkreis Schwäbisch Hall im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs. Durch die Bahnlinie ist die Gemeinde zudem sehr gut an den Ballungsraum Stuttgart angebunden. 2015 hat der Landkreis elf Menschen aus Syrien und dem Kosovo nach Fichtenberg verwiesen, die hier untergebracht und integriert werden sollen. „Als wir davon erfuhren, haben wir von Anfang an auf  größtmögliche Transparenz und Beteiligung gesetzt, denn nur so kann Integration nachhaltig funktionieren“, erläutert VKL-Vorstandsmitglied und Bürgermeister Miola. Die erste Reaktion der Gemeinde auf die Zuweisung von Flüchtlingen war somit eine öffentliche Infoveranstaltung mit Vertretern des Landratsamtes und der Gemeinde. Und die Resonanz war groß: „Mit über 90 Personen sind mehr Interessenten gekommen, als sonst zu unseren Bürgerversammlungen “, sagt Miola. Nach einer intensiven Debatte, gründete sich ein Freundeskreis mit 20-25 Personen aus Fichtenberg und Umgebung, die Verantwortung übernehmen wollten. Diese Aktiven haben ganz konkrete Aufgaben übernommen, wie Sprachunterricht, Beschaffung, Fahrdienste oder Kinderbetreuung und sind Ansprechpartner der Gemeinde. Einmal im Monat treffen sie sich im evangelischen Gemeindehaus, um sich auszutauschen und anstehende Probleme zu lösen. „Bei diesen Treffen bin ich immer selbst dabei, denn hier wollen wir als Gemeinde bestmöglich unterstützen “, sagt Miola. Natürlich gebe es auch ablehnende Positionen in der Gemeinde und Stammtischdebatten. „Damit muss man rechnen“, meint Miola und sagt: „Da stellen wir uns gerade“.

Vor allem, wenn es um die Beschaffung von Wohnraum geht, ist die Gemeinde gefordert. Gesucht und gefunden wurden bereits zwei geeignete Immobilien, die nun Instand gesetzt werden, darunter der alte Bahnhof. „Das ist auch gut für uns, denn die Sanierung des Bahnhofs wäre über kurz oder lang eh auf der Tagesordnung gewesen. Es verschönert ja auch unser Lebensumfeld“, sagt Miola. Auch private Mietverträge werden von der Gemeinde unterstützt. Wenn der Landkreis Wohnraum mietet, soll das möglichst ohne Verschiebungen im Markt geschehen. „Um es ganz klar zu sagen: Der Landkreis zahlt nicht mehr, als jeder andere Mieter auch!“, so Roland Miola. Die Wohnraumbeschaffung lässt sich die Gemeinde aber dennoch einiges kosten: Rund drei Viertel des Überschusses des Verwaltungshaushaltes werden hier investiert. Eine Unterbringung in der Turnhalle, die gleichzeitig Festhalle ist, kommt für Miola nicht infrage. „Das würde auf zu große Ablehnung stoßen bei allen Beteiligten und dient überhaupt nicht der Sache“, ist sich der Bürgermeister sicher. 

Auch ist er fest davon überzeugt, dass sich das Engagement für seine Gemeinde auszahlt. Bürger, die integriert sind und sich bei uns wohlfühlen - egal woher sie kommen – führen zu einer besseren Lebensqualität und langfristig zu mehr Wohlstand. Entscheidend dafür ist die Integration der ersten Generation, denn diese Menschen werden diejenigen sein, die nachkommende Flüchtlinge hier integrieren. Und mit mehr Zuwanderung darf gerechnet werden: „Ich gehe davon aus, dass in Zukunft ein Prozent der Bevölkerung meiner Gemeinde zugewandert ist“, sagt Miola.
Aber überfordern dürften sich die Gemeinden auch nicht. Eine Vermittlung in privaten Wohnraum sollte immer die Perspektive sein, sonst ist wirkliche Integration nicht möglich.  

Und noch eins ist ihm wichtig: Arbeit und Ausbildung. „Wir sollten uns größte Mühe geben, den Menschen mit geklärtem Aufenthaltsstatus berufliche Perspektiven zu schaffen, sonst werden sie wieder abwandern in die Ballungsräume“, sagt Miola, dessen Gemeindevertreter daher auch Kontakte zur Arbeitsagentur und regionalen Unternehmen suchen.

Auf die Bemerkung, wie positiv und chancenreich all das klingt, reagiert Roland Miola kämpferisch: „Sagen wir mal so: Nicht alles ist Sonnenschein, aber wir arbeiten dran, dass es Sonnenschein wird.“

 

Das Tierwohl im Blick

Delegiertenversammlung in Heiligkreuztal  - Position zur Ethik in der Tierhaltung verabschiedet - Vorstand für weitere drei Jahre gewählt

Rund 80 Teilnehmer waren zur Delegiertenversammlung des VKL am Sonntag, 13. März ins Kloster Heiligkreuztal gekommen.
Nach einer engagierten Diskussion verabschiedeten die Delegierten dort ein Positionspapier mit dem Titel „Ethik in der Nutztierhaltung“. Darin fordert der VKL Maßstäbe für eine am Tierwohl orientierte Nutzviehhaltung und mahnt gleichzeitig die Verantwortung der Verbraucher an. Dem Papier vorausgegangen war ein intensiver Austausch zwischen Vertretern der Landwirte, Tierärzte, Verbraucher und Kirchen. „Mit dieser Position möchten wir Maßstäbe einfordern, ohne anzuklagen“, so der Vorsitzende Johannes Sauter. Das Papier wurde einstimmig verabschiedet.

Im Jahresbericht kam eine große Vielfalt an Aktivitäten zum Ausdruck, die das Jahr 2015 geprägt hatten. Neben den alljährlichen Angeboten und Veranstaltungen, wie Wallfahrten und Bildungsangeboten, stach die Beteiligung des VKL am internationalen EU-Projekt (Grundtvig) hervor, bei dem es um Perspektiven im ländlichen Raum ging.

Von einer Projektreise nach Uganda, die der Vorsitzende Johannes Sauter zusammen mit dem Geschäftsführer Wolfgang Schleicher im November unternommen hatten, berichtete Johannes Sauter am Nachmittag. Sauter zeigte sich sehr zufrieden und beeindruckt von der Arbeit im Entwicklungsprojekt, welches der VKL seit vier Jahren unterstützt.

In ganz Baden-Württemberg war großer Wahltag und so war es auch beim VKL. Dabei wurde der  amtierende Vorstand komplett wiedergewählt. Die Mitglieder des Vorstands sind: Johannes Sauter (Vorsitzender), Cornelia Branz (Stellvertreterin), Georg Gödecke (Stellvertreter), Roland Miola (Schriftführer) sowie Klaus Köhle, Berthold Segeritz, Hildegard Pfister und Elisabeth van der Linde als Beisitzer.

Bild: v.l.n.r. Klaus Köhle, Wolfgang Schleicher, Berthold Segeritz, Georg Gödecke, Paul Notz (Landvolkpfarrer), Elisabeth van der Linde, Hildegard Pfister, Cornelia Branz (es fehlt Roland Miola).

 

Barbara Stamm zu Gast beim Jubiläum der KAB und VKL in Löffelstelzen

Ein besonderes Jubiläum wurde am 5. und 6. März in Löffelstelzen gefeiert: Die KAB- und VKL- Gruppe Löffelstelzen blickte auf ihr 50-jähriges Bestehen zurück. Seit einem halben Jahrhundert setzen sich die Verbände gemeinsam für die Interessen der Arbeitnehmer und der Bewohner des ländlichen Raumes ein.

Vor dem Start des offiziellen Programms am Samstag gab es die Gelegenheit, eine Ausstellung über die Arbeit der KAB und des VKL in Löffelstelzen anzuschauen. Die Ausstellung war von Manfred Sellmann, Wolfgang Model und Karl Weiß gestaltet worden. Sie hatten sowohl Dokumente aus der Anfangszeit des Vereins, als auch Bilder und Zeitungsartikel über das Wirken und die Aktionen des Vereins zusammengestellt.

Nach der Begrüßung durch Karl Müller folgten Grußworte und Glückwünsche. Unter den Grußwortrednern waren Dekan Ulrich Skobowski und Alois Gerig als Vertreter des Main-Tauber-Kreises im Landtag. Musikalisch umrahmt durch die Musikkapelle Löffelstelzen, lobten sie das Engagement der Vereinsmitglieder. Dieses Engagement wurde in den Mitgliederehrungen zusätzlich gewürdigt. Für die 40-jährige Mitgliedschaft in der KAB wurden Josef Ehrler, Franz Gabel und Rudolf Stolz geehrt. Als Gründungsmitglied und eine 50-jährige Mitgliedschaft wurden Wolfgang Korb, Franz Lang, Alois Gabel und Karl Weiß bei der KAB, sowie Karl Deppisch, Bernhard Ehrmann, Otto Hay und Alfons Salch beim VKL geehrt. Eine besondere Ehrung als Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzenden erhielt Hans Blank.

Höhepunkt des Abends war der Festvortrag der Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm zum Thema „Christliche Werte in der Arbeitswelt“. „Tief im Christentum verankert treten sowohl der Verband Katholisches Landvolk als auch die Katholische Arbeitnehmerbewegung für ihre Überzeugungen ein“, würdigte Barbara Stamm die Arbeit des Vereins. Der Verband trete mit vielfältigen Forderungen und Vorschlägen an die Öffentlichkeit und widme sich so den wichtigen sozialpolitischen Fragen unserer Zeit.
Der zweite Festtag begann mit einem feierlichen Gottesdienst, der von Weihbischof Thomas Maria Renz, Dekan Skobowsky und Diakon Bernhard Weiß geleitet wurde. Danach fanden im Gemeindesaal ein gemeinsames Mittagessen und ein Familiennachmittag statt. Für die Erwachsenen wurde Kaffee und Kuchen angeboten, die Kinder konnten sich bei verschiedenen Bastelaktionen oder dem Kinderschminken vergnügen. Als Abschluss des zweitägigen Festprogrammes stand ein Luftballonwettbewerb. Rund 100 Luftballons mit den Adressen der Teilnehmer beschrifteten Kärtchen stieg in den Himmel über Löffelstelzen und wurden zügig vom starken Wind hinweggepustet.

In diesem Jahr startet die 50.ste Diözesanwallfahrt nach Flüeli

Jetzt anmelden!

Über 400 Busse waren es, die in den vergangenen 49 Jahren unter der Flagge des VKL nach Flüeli gefahren sind, um die Pilger an den Ort zu bringen, an dem der Schutzpatron des Landvolks, der heilige Bruder Klaus, gelebt hat. Am 5. November starten die Busse also zum 50. Mal in Richtung Flüeli. Ein Grund auch für Weihbischof Dr. Kreidler, die Pilger in diesem Jahr zu begleiten. Die Wallfahrten waren und sind mehr als ein Ausflug. Jahr für Jahr bieten sie die Möglichkeit zu neuen Begegnungen und Erfahrungen mit sich selbst mit der Natur und mit Anderen.

Per Bus führt die Reise zunächst nach Einsiedeln, dem bedeutendsten Marienwallfahrtsort in der Schweiz. Wer körperlich fit ist, kann die 15 km von Einsiedeln nach Kerns zu Fuß zurücklegen (etwa drei Stunden Gehzeit). Übernachtet wird in Hotels der näheren Umgebung. Die Buswallfahrt findet am 5. und 6. November 2016 statt und kostet 172 € für VKL-Mitglieder, 182 € für Nicht-Mitglieder, 90 € für Kinder und Studenten.

Auch zur Fußwallfahrt können Sie sich anmelden. Der lange Fußmarsch bietet die Möglichkeit zu tiefen und neuen Erfahrungen mit sich selbst, seinen Mitmenschen und der Natur. Der Weg verläuft in zwei Etappen. Start ist am 29. Juli 2016 in Stetten ob Lontal. Von dort führt der Weg zum Bodensee. Die zweite Etappe startet am 4. August 2016 in Ailingen am Bodensee und endet am 13. August in Flüeli.  Die erste Etappe kostet ca. 100 €, die zweite Etappe kostet für VKL-Mitglieder ca. 340 € und ca. 360 € für Nichtmitglieder, Kinder, Jugendliche und Studenten zahlen 150 €.  Zu den Eröffnungsgottesdiensten in Stetten ob Lontal am Freitag, 29. Juli 2016 um 18.30 Uhr und in Ailingen am Donnerstag, den 4. August um 19.00 Uhr sind alle herzlich eingeladen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Anmeldung ist erforderlich bis zum 20. Juni 2016.

 

 

Termine

Maiandacht

So 8.05.2016, 17 Uhr: Bad Mergentheim, Marienkirche     

So 8.05.2016, 19 Uhr: Großallmerspann, Kirche

Mo 16.05.2016, 14 Uhr: Deißlingen, Kirche St. Laurentius, Pfarrer Edwin Stier

 

Regionalwallfahrten

So 22.05.2016, 8 Uhr: Frickingen, Dreifaltigkeitswallfahrt

So 28.05.2016, 6 Uhr: Wolfegg nach Weingarten, Heilig-Blut-Wallfahrt,
                                  Landvolkpräses Paul Notz

So 3.07.3016, 9 Uhr: Demmingen, Wallfahrt zum Großen Herrgott

 

Elterntagung

Di 22.06.2016, 19:30 Uhr: Oberginsbach, Pfarrheim, „Wahrnehmungsschwäche, Lese-, Rechtschreib- und Rechenprobleme, AHDHS: Entwicklungsprobleme...“ Prof. Dr. Eva Rass

 

Väter-Kinder-Wochenende

Fr 1. - So 3-.07.2016: Zeltplatz beim Kloster Heiligkreuztal bei Riedlingen

 

Fußwallfahrt

1. Etappe Fr 29.07.- Do 4.08.2016: von Stetten ob Lontal nach Ailingen

2. Etappe Do 4.08. – Sa 13.08.2016: von Ailingen nach Flüeli

 

Diözesan-Wallfahrt zum Heiligen Bruder Klaus nach Flüeli

Sa 5. – So 6.11.2016

 

 

Geburtstagskinder

Jeder Geburtstag bietet einmal im Jahr die Gelegenheit zu feiern. Besondere Glanzpunkte aber bilden die runden Geburtstage, zu denen wir herzlich gratulieren!

85. Geburtstag

Alfons Gnannt, Hochdorf

Alfons Maurus, Argenbühl

Theo Schäfer, Horb-Grünmettstetten

Konrad Hänsler, Wangen

 

80. Geburtstag

Paul Berger, Wilhelmsdorf

Martha Bee, Niederstotzingen

Karl Kranz, Eberhardzell

 

75. Geburtstag

Franz Saile, Rottenburg

Robert Sorg, Rosenberg

Armin Trunk, Lauda-Königshofen

 

70. Geburtstag

Sofie Haag, Ochsenhausen

 

65. Geburtstag

Hans Pfeiffer, Schlier

Klaus Pfeiffer, Berg

Adelheid Hengstler, Deißlingen

Franz Josef Hölz, Wolfegg

Erwin Möhler, Simprechtshausen

 

60. Geburtstag

Gerda Rollbühler, Abtsgmünd

 

50. Geburtstag

Manuela Mauer-Wirth, Ehingen-Mühlen

Wilfried Sigg, Rot an der Rot