Ausgabe06/2014

Ausgabe06/2014

In dieser Ausgabe:

Gruppe Oberginsbach Jahre50 VKL

Oberginsbach feierte Jubiläum

Seit einem halben Jahrhundert gibt es sie nun schon: Die Landvolkgruppe Oberginsbach. Und passend zum Erntedankfest wurde dieser Anlass gebührend gefeiert. Begonnen wurde mit einem festlichen Erntedankgottesdienst, der mit der Aktion Minibrot zu Gunsten der Partner des VKL in Uganda und Argentinien abgerundet wurde. Beim Festakt gegen 14.00 begrüßte Vorstand, Martin Schmidt die Gäste. Rückblickend referierte er über die Höhen und Tiefen des Verbandes in den vergangenen 50 Jahren und vorausschauend verdeutlichte er, dass niemand wissen könne, was die Zukunft bringe, alles sei möglich. Den anschließenden Festvortrag hielt VKL-Diözesanvorstandsmitglied und Bürgermeister Roland Miola, der selbst aus Oberginsbach stammt.

Anschließend gab es genügend Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen, um vielleicht auch markante Erlebnisse aus den vergangenen 50 Jahren Revue passieren zu lassen.  Mit einem gemeinsamen Vesper klang der Festtag aus.  

Als Ehrengäste waren Herr Pfarrer Pierro, Bürgermeister Köhler mit Gattin, Diakon Bork mit Familie sowie Festredner Roland Miola anwesend.

Die Firmandinnen und Firmanden aus Oberginsbach haben im Rahmen Ihrer Projektarbeit morgens im Erntedankgottesdienst über die „Aktion Minibrot“ berichtet und das Brot auch nach dem Gottesdienst zu Kauf angeboten. Am Nachmittag haben sie bei der Jubiläumsveranstaltung die Bewirtung übernommen.

 

VKL bezieht Stellung zu TTIP und CETA

Nicht um jeden Preis

Diözesanvorstand des VKL beschließt unverhandelbare Grundsätze zum Freihandelsabkommen TTIP und CETA

Zusammen mit zahlreichen gesellschaftlichen Gruppen steht der VKL dem TTIP (und auch CETA) kritisch bis ablehnend gegenüber. Der Vorstand hat nun im Auftrag seiner Delegierten, eine Stellungnahme dazu abzugeben. Da die Verhandlungen weitgehend hinter verschlossenen Türen stattfinden, hat sich der VKL in diesem Papier auf Grundsätze geeinigt, die aus seiner Sicht nicht verhandelbar sind. Dabei wurde ein Beschluss des Bundesverbandes vom April dieses Jahres weitestgehend übernommen. In dem Papier fordert der VKL unter Anderem eine Stärkung der regionalen Wertschöpfungsketten. Diese seien, so der VKL, im Interesse des sozialen Friedens und der wirtschaftlichen Stabilität unbedingt erforderlich. „Wertschöpfungsketten in der Region schafften die Grundlage für die Stabilität der globalen Märkte und gewährleisten die Teilhabe der Menschen vor Ort“, heißt es wörtlich in dem Papier.

Auch der Schutz der öffentlichen Grundversorgung steht weit oben auf der Liste der nicht-verhandelbaren Grundsätze. So müssten unter anderem öffentliche Wasser- und Abwassersysteme, Energieversorgung, Infrastruktur sowie der Bildungs- und Gesundheitssektor in öffentlicher Hand bleiben und das menschliche Wohl dabei im Vordergrund stehen.

Als Verband im ländlichen Raum fordert der VKL auch den Schutz der bäuerlichen Landwirtschaft, sowie die Strikte Ablehnung von Gentechnik und Patenten auf Leben. Ebenso fordert der VKL den Schutz der kulturellen Vielfalt, die in den Nationalstaaten förderbar bleiben müsse. 

Auf internationaler politischer Ebene schließt der VKL sich zahlreichen Initiativen an, die das Vorsorgeprinzip des nationalen Rechtssystems aufrechterhalten wollten. „Die funktionierenden Rechtssysteme der EU und der USA reichen aus. Investor-Staat-Schieds-Verfahren lehnen wir strikt ab.“, heißt es dazu wörtlich. Auch Sozial-, Verbraucherschutz- und Umweltstandards, die viele in Gefahr sehen fordert der VKL aufrecht zu erhalten. Damit verknüpft wird auch die öffentliche Haftung für entgangene Gewinne strikt abgelehnt. 

Auch seiner internationalen Verantwortung wird der VKL in seinem Forderungskatalog gerecht: „Entwicklungspolitische Ziele dürfen nicht durch ein Abkommen konterkariert werden“, heißt es wörtlich. Das Recht auf Nahrung bilde die Grundlage der Ernährungssouveränität und müsse daher unbedingt berücksichtigt werden.

 Mit einer wichtigen Forderung nach mehr demokratischer Legitimierung endet der Forderungskatalog: „Ein mögliches Freihandelsabkommen muss von den Nationalstaaten der Länder in der EU und im EU-Parlament verabschiedet werden. Für die Bundesrepublik bedeutet dies die Zustimmung durch Bundestag und Bundesrat.“