Delegiertenversammlung

Tierwohl im Blick

Delegiertenversammlung des Verbandes Katholisches Landvolk (VKL). Vorstand für weitere drei Jahre gewählt – Position zur Ethik in der Tierhaltung verabschiedet

Der VKL ist eine Wertegemeinschaft. Diese Aussage bildete eine Art Grundmelodie bei der Delegiertenversammlung mit rund 80 Teilnehmern am Sonntag, 13. März im Kloster Heiligkreuztal bei Riedlingen. Die Delegierten verabschiedeten nach einer engagierten Diskussion ein Positionspapier mit dem Titel „Ethik in der Nutztierhaltung“. Darin fordert der VKL Maßstäbe für eine am Tierwohl orientierte Nutzviehhaltung und mahnt gleichzeitig die Verantwortung der Verbraucher an. Dem Papier vorausgegangen war ein intensiver Austausch zwischen Vertretern der Landwirte, Tierärzte, Verbraucher und Kirchen. „Mit dieser Position möchten wir Maßstäbe einfordern, ohne anzuklagen“, so der Vorsitzende Johannes Sauter. Das Papier wurde einstimmig verabschiedet.

Die Grußwortredner bei der Delegiertenversammlung brachten ebenfalls zum Ausdruck, wie sehr der VKL als Wertegemeinschaft gesehen wird. So beteuerte Anton Vaas als Geschäftsführer der Aktion Hoffnung seine Freude an der Zusammenarbeit mit dem VKL. Josef Rief, Bundestagsabgeordneter und langjähriges VKL – Mitglied stellte vor allem die Fähigkeit und die Bereitschaft des VKL heraus, wenn nötig auch gegen Strom zu schwimmen.
Im Jahresbericht, der in diesem Jahr erstmalig vom gesamten Vorstand vorgetragen wurde, kam eine große Vielfalt an Aktivitäten zum Ausdruck, die das Jahr 2015 geprägt hatten. Neben den alljährlichen Angeboten und Veranstaltungen, wie Wallfahrten und Bildungsangeboten, stach die Beteiligung des VKL am internationalen EU-Projekt (Grundtvig) hervor, bei dem es um Perspektiven im ländlichen Raum ging. Auch eine Projektreise nach Uganda, die der Vorsitzende Johannes Sauter zusammen mit dem Geschäftsführer Wolfgang Schleicher im November unternommen hatten, gehörte zu den herausragenden Ereignissen des Jahres 2015. Die Eindrücke und Schlussfolgerungen dieser Reise präsentierte Johannes Sauter in einem Vortrag darüber am Nachmittag. Dabei stellte er die Erlebnisse in den Kontext der Umweltenzyklika des Papstes, „die nicht nur für alle lesbar ist, sondern auch eine Herausforderung darstellt“, so Johannes Sauter. Insgesamt zeigte sich Sauter sehr zufrieden und beeindruckt von der Arbeit im Entwicklungsprojekt, welches der VKL seit vier Jahren unterstützt.

In ganz Baden-Württemberg war großer Wahltag und so war es auch beim VKL. Dabei wurde der  amtierende Vorstand komplett wiedergewählt. Die Mitglieder des Vorstands sind: Johannes Sauter (Vorsitzender), Cornelia Branz (Stellvertreterin), Georg Gödecke (Stellvertreter), Roland Miola (Schriftführer) sowie Klaus Köhle, Berthold Segeritz, Hildegard Pfister und Elisabeth van der Linde als Beisitzer.