Kirchen, Moore und der Bodensee

32 Radler des VKL waren wieder unterwegs

Schon traditionell startete die sechste Radtour des VKL am Pfingstmontag, den 25.Mai.

32 Radfahrer, von 4 bis 79 Jahren, trafen sich in Biberach an der Riß, um von dort durch das Rißtal zur schönsten Dorfkirche der Welt in Steinhausen zu fahren. Dort erwartete sie schon Josef, der auf lustige Weise die Geschichte der Barockkirche erzählen konnte. Ergreifend war die spontane Musikbegleitung einer Bläsergruppe beim Marienlied. Weiter ging es Richtung Federsee, wobei  Bruno Bek, ein Teilnehmer, unterwegs die Natur und Beschaffenheit sowie die archäologischen Ausgrabungen dieses Moorgebietes erläuterte. Danach ging es in den Wackelwald in Bad Buchau, das vor allem den Kindern gut gefiel. Die erste Unterkunft in der Turnhalle in Oggelshausen wurde dann bald erreicht.

Der zweite Tag startete mit etwas Regen, der aber bald nachließ. Der Weg zur Donau führt durch viele Dörfer, in denen der Storch noch auf dem Kirchturm nistet. Das Donautal beeindruckte die Radler mit der Stadt Sigmaringen und dem imposanten Schloß. Nach der Kaffeepause ging es in den schönsten Teil des Donautals Richtung Gutenstein. In Inzigkofen wurden die berühmten Grotten hoch über dem Donautal besucht. Die zweite Übernachtung in Gutenstein entpuppte sich als äußerst gemütliches Haus mit Bollerofen und Bauwagen.

Am Mittwoch wartete die erste Bergstrecke beim Verlassen des Donautals in Richtung Bodensee auf die Radler. Nach dem Anstieg  ging es zum Campus Galli, einem Klosterdorf, das nach alten Plänen aus dem Mittelalter neu aufgebaut wird. Über Meßkirch und Hohenbodman erreichten die Radler dann die dritte Unterkunft, den Campinghof in Salem. Zuvor wurde noch der Barockgarten im Kloster Salem besichtigt. Auf dem Campingplatz durften die Kinder im Heuhotel übernachten, die Erwachsene in einer kleinen Turnhalle. Bis in die Nacht hinein kickten die 17 Kinder auf dem Fußballplatz, was die Gemeinschaft noch weiter stärkte.

Endlich ging es am nächsten Tag über den Prälatenweg zum Bodensee. Auf dem Weg wurde das Kloster Birnau mit der imposanten Aussicht auf den See besucht. Auf dem Bodensee-Radweg ging es entlang des Sees über Meersburg nach Immenstaad. Dort verließen die Radler den Bodensee und fuhren über die Rotachschlucht nach Wilhelmsdorf, wo im katholischen Gemeindehaus St. Antonius übernachtet wurde. Am Abend konnte unter freiem Himmel die Pizza genossen werden.

Am Freitag musste zum Start nochmals ein Berg erklommen werden und danach ging es hügelig Richtung Osten. Im Bahnhof von Durlesbach wurde passend zum Ambiente gemeinsam das Lied `Auf der Schwäbischen Eisenbahn´ gesungen. Weiter ging es über Kloster Reute nach Bad Waldsee das zum Baden im Stadtsee einlud. Jetzt fehlten nur noch ein paar Kilometer bis zur Unterkunft in Mühlhausen. Eugen Mayerhofer von der Landvolkgruppe Eberhardszell erwartete uns schon und wir wurden herzlich empfangen. In der gut ausgestatteten Küche wurden die traditionellen Spagetti mit Tomaten- und Gorgonzolasoße gekocht.

Der letzte Tag begann mit einem Gottesdienst in der Kirche, den Dekan Wolfgang Mast zelebrierte. Danach verabschiedete man sich noch von Eugen und fuhr die letzte Etappe nach Biberach. Nach dem Verladen wurde noch gemeinsam Pizza gegessen.

In der Bilanz sagt Marianne Schuler: „ Es war eine gute Gemeinschaft und es war wohltuend mit mehreren Generationen unterwegs zu sein“. Vor allem bei den Kindern für gute Laune sorgte Günther Martin, Gigges genannt, der mit seinem Begleitfahrzeug die müden Radler nicht nur entlastet hat, sondern vor allem die Kinder immer wieder mit ansteckender guter Stimmung aufgerichtet hat. Ebenso wurde der tägliche Morgenimpuls von Marion Kienle-Bek besinnlich und abwechslungsreich gestaltet, z. B. mit gegenseitiger Massage und Wachklopfen des eigenen Körpers.

Nach der schönen Fahrradtour 2015 ist vor der Radtour 2016, die in den Köpfen der Veranstalter schon herumspuckt.