Ausgabe05/2013

Ausgabe05/2013

In dieser Ausgabe:

Unterwegs zu mehr Menschlichkeit

25 Jahre Fußwallfahrt nach Flüeli – 30 Jahre 2. Etappe

42 Pilger aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart wurden am Freitag, 26. Juli in mit einem feierlichen Gottesdienst in Stetten ob Lontal zur Jubiläums-Fußwallfahrt nach Flüeli entsendet. Dekan Dr. Sven van Meegen und Landvolkpräses Paul Notz segneten die Pilger. „Ein Pilgerweg ist keine Wellnessveranstaltung“, so Dekan van Meegen, „er böte allerdings die Möglichkeit, innere Räume zu entdecken. Wer sich dem stelle sei unterwegs zu mehr Menschlichkeit. 

Landvolkpräses Paul Notz dankte der Kirchengemeinde in Stetten ob Lontal für deren alljährliche Gastfreundschaft seit 25 Jahren. „Sie haben den VKL in seinen Dienst an den Menschen im ländlichen Raum besonders unterstützt“, sagte er und überreichte eine Urkunde zum Dank.

360 km beträgt der Weg von Stetten ob Lontal über Ailingen am Bodensee nach Flüeli. „Das sind in 25 Jahren 9000 gepilgerte Kilometer“, so ein Teilnehmer. Die meisten der 42 Teilnehmer zwischen 9 und 68 Jahren, waren schon mindestens einmal dabei „Ich freue mich einfach auf tolle Tage mit Gleichgesinnten“, sagt Martina Kilian aus Krautheim. Extra für die Jubiläums-Tour wurde auch ein Kreuz gefertigt, welches die Pilger auf dem Weg führt. „Es ist wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, dass Christus mitgeht auf dem Pilgerweg“, freute sich Max Gayer aus Demmingen, der bereits seit 25 Jahren dabei ist. 

Am 1. August kamen die Pilger in Ailingen am Bodensee an, um von dort mit teilweise neuer Besetzung, die zweite Etappe durch die Schweiz anzutreten. Flüeli, den Geburtsort des Schweizer Nationalheiligen und Patron des VKL, Bruder Klaus, erreichten die Pilger am 7. August. Am 10. August traten sie die Heimreise an.

Libert Hirt feierte goldenes Priesterjubiläum

Seit 28 Jahren im Dienste des Landvolks

Feierlich beging der ehemalige Präses des VKL, Libert Hirt, am 21. Juli sein 50. Priesterjubiläum. „Du warst und bist mit dem Herzen bei den Menschen auf dem Land, bei den Bauern“, sagte der Geschäftsführer des VKL, Wolfgang Schleicher, bei der Festveranstaltung. Das spürten die Menschen bei den vielen Wallfahrten, Vorträgen, Besinnungstagen, Sitzungen oder an anderen Orten der Begegnung.

Die ländliche Kultur und das Glaubensleben auf dem Land sind Libert Hirt ein großes Anliegen. Er hat die Menschen unterstützt, in der Kurie vermittelt und viele Vertretungsaufgaben wahrgenommen. Dazu gehörten regelmäßige Treffen bei den Landwirtschaftsministern Baden-Württembergs, angefangen bei Gerhard Weiser, dem es wichtig war vom Landvolkpfarrer zu hören, was die Menschen auf dem Land bewegt. Oftmals war der Theologe gefordert: Was sagt die Kirche zur Grünen Gentechnik? Was zum Thema mit Weizen heizen? Wie sind Biogasanlagen ethisch zu bewerten? Was ist von Biopatenten zu halten? Libert Hirt kann Antworten geben. Als Theologe versteht er die Zusammenhänge hinter diesen Themen.

„Auch dein Glaube war immer wieder tief beeindruckend. Wichtige Entscheidungen hast du mit dem Herzen getroffen, mit der inneren Stimme und ich sage dazu: Libert Hirt gibt dem Hl. Geist Raum und vertraut seinem Wirken“, so Wolfgang Schleicher, der 22 Jahre lang mit ihm zusammengearbeitet hat. Insgesamt 28 Jahre war Libert Hirt im Dienste in und für die Landpastoral. 2015 wurde er zum Bundesseelsorger gewählt. Von Herzen wünschen wir Libert Hirt alles Gute und vor allem Gottes reichen Segen.

Agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag zu Gast im VKL-Vorstand

Für mehr Solidarität in und für die Landwirtschaft hat sich der Agrarpolitische Sprecher der Grünen im Baden-Württembergischen Landtag, Martin Hahn, ausgesprochen. Er war am 18. Juni zu Gast im Diözesanvorstand.

Intensiv diskutiert wurden die Themen Agrarförderung sowie der geplante Ausbau der Beratung in der Landwirtschaft. Derzeit unterziehen sich von den insgesamt rund 43.000 Betrieben nur etwa 5.000 einer Beratung. Zahlreiche Betriebe, die von einer guten und umfassenden Beratung erheblich profitieren könnten, sind erst somit gar nicht erfasst. „Beratungsbedarf gibt es nicht nur im Bereich der Produktion, sondern auch im persönlichen und familiären Bereich“, erläutert der Leiter der Landwirtschaftlichen Familienberatung (LfB) im VKL, Michael Wehinger. Hier haben die Familienberater in Baden-Württemberg im Laufe ihrer 25 jährigen Geschichte großes Know-How entwickelt.

Viel praktisches Können besteht ebenfalls bei cura familia, dem Dorf und Familienhelferinnenwerk des VKL mit seinen rund 100 Mitarbeitern. „Sie haben mittlerweile die Größenordnung eines mittelständischen Unternehmens erreicht“, lobt Hahn den Geschäftsführer von cura familia, Georg Halder.

Auch das Thema „Bürgerschaftliches Engagement im Ländlichen Raum“ stand auf der Tagesordnung: „Installieren und fördern sie beispielhafte Projekte im Land“, forderte der Geschäftsführer Wolfgang Schleicher. Dörfer und Gemeinden mit hoher Lebensqualität entstehen vor allem dann, wenn die Menschen vor Ort sich auf den Weg machen. Der VKL kann hier gute Unterstützung leisten.

Wir nehmen Abschied

Am 7. Juli starb Prof. Josef Heinzelmann, dem sich viele Menschen im VKL und im ländlichen Raum verbunden fühlten. Der gebürtige Oberländer wurde 85 Jahre alt. Ende der 50er Jahre war Heinzelmann Leiter der Bauernschule Wernau und an der Landvolkgründung 1960 beteiligt. Seither war er ein engagierter Begleiter und Ratgeber des Landvolks. Im wissenschaftlichen Arbeitskreis und im Sozialinstitut Katholisches Landvolk fanden seine Worte stets Gehör. Später wurde Heinzelmann Dozent an der Genossenschaftsakademie Hohenheim. Der VKL trauert um einen engagierten Begleiter und Ratgeber. Möge er im Frieden Gottes sein.

Geburtstagskinder

Wir gratulieren herzlich!

90. Geburtstag

Theofried Kehle, Grünkraut

Eduard Weishaupt, Meckenbeuren

85. Geburtstag

Florian Schwer, Ulm-Eggingen

Josef Ehrhart, Erlenmoos

80. Geburtstag

Irene Christ, Mulfingen-Ailringen

Franz Maier, Dietelhofen

Georg Seif, Achsteten

Albrecht Brand, Schöntal-Berlichingen

75. Geburtstag

Bruno Kreuzer, Berg

70. Geburtstag

Alfons Arnold, Friedrichshafen

Franz Marschall, Ravensburg

Rudolf Tanner, Mühlhausen

65. Geburtstag

Herbert Hipper, Unterstdion

Gerhard Rapp, Granheim

50. Geburtstag

Renate Rosenitsch, Bad Mergentheim-Dainbach

Günter Hofmann, Tauberbischofsheim

Martin Salch, Bad Mergentheim-Löffelstelzen