Ausgabe03/2013

Ausgabe03/2013

In dieser Ausgabe:

VKL blickt weit über den Tellerrand hinaus

Neuer Vorstand gewählt

Wir leben in der einen Welt und wollen dem Hunger, den weltweit immer noch 870 Millionen Menschen erleiden, nicht tatenlos zusehen. So lautet ein Fazit der Delegiertenversammlung, zu der am Sonntag; den 17. März rund 90 Delegierte und Gäste nach Unterschwarzach bei Bad Wurzach gekommen waren.

Wegen einer Projektreise von acht Landvolkverantwortlichen nach Argentinien im Dezember 2012 stand diesmal das Thema „Eine-Welt-Arbeit“ im Zentrum der Versammlung. Und hier leistet der VKL gute Arbeit, wie das Beispiel Argentinien zeigt. Das vom VKL unterstützte Projekt hat zahlreiche Träger, die kooperativ zusammenarbeiten zum Wohle der Menschen, die vielfach von weniger als 2 Dollar pro Tag leben müssen. „Die Herzlichkeit, mit der wir vor Ort empfangen wurden, tut uns, unserem Verband und der Kirche insgesamt gut“, fasste Landvolkpräses Paul Notz, der auch Pfarrer in Unterschwarzach ist, die Erlebnisse der Reise zusammen. In einer Resolution prangert der VKL die Situation der hungernden Menschen in der Welt nicht nur an, sondern verpflichtet sich unter anderem dazu, sich an Spenden zu beteiligen, fair und regional einzukaufen sowie Gentechnik und Patentierung, die Hunger und Ungerechtigkeit tendenziell verschärfen, konsequent abzulehnen.
Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde der Vorstand damit beauftragt, Position zum Thema Fracking (einer Methode um Erdgas aus schwer zugänglichen Erdschichten zu gewinnen) zu beziehen.

Neuer Vorstand gewählt

In diesem Jahr standen wieder Wahlen auf dem Programm. Der neu gewählte Vorstand wird nun die Geschicke des Verbandes für die nächsten drei Jahre lenken. Erster Vorsitzender bleibt Johannes Sauter aus Epfendorf. Seine Stellvertreter sind Cornelia Branz aus Ingoldingen-Winterstettendorf sowie Georg Gödecke aus Schöntal-Aschhausen. Als Schriftführer fungiert weiter Roland Miola aus Fichtenberg. Beisitzer sind Berthold Segeritz aus Lauda-Königshofen, Klaus Köhle aus Aalen, Hildegard Pfister aus Bingen und Elisabeth van der Linde aus Heidenheim. Aus zeitlichen Gründen ausgestiegen ist Ulrike Nowack aus Heilbronn.

25 Jahre Landwirtschaftliche Familienberatung

Aus Anlass des Jubiläums der Landwirtschaftlichen Familienberatung des VKL stellte deren Leiter, Michael Wehinger, in einem engagierten Vortrag seine Arbeit vor. Die Not vieler Familien vor Augen, die Höfe übergeben, in finanzielle Schwierigkeiten geraten, sich psychischen Problemen auseinandersetzen oder Erbstreitigkeiten austragen müssen, wurde die Familienberatung gegründet. Mittlerweile arbeitet sie sehr erfolgreich und professionell. So wurden allein im vergangenen Jahr 71 bäuerliche Familien von Michael Wehinger und seinem Team von Honorarkräften unterstützt. Die Beratungen können äußerst komplex sein und erfordern harte Arbeit, die oftmals ohne den Berater als „neutrale Person“ kaum zu schaffen ist.

Auch cura familia, der Betriebshilfsdienst des VKL, mit seinen über 100 Mitarbeitern stellte eine Erfolgsbilanz vor. Zur großen Freude aller Beteiligten, arbeitet auch die Stiftung Regenbogen - Hilfe für Familien erfolgreich. Sie kann auch dort noch Hilfe anbieten, wo sonst keiner mehr hilft.

 

 

VKL fördert weiteres Projekt in Uganda

Uganda bekommt weitere Hilfe vom VKL

Dank des Einsatzes zahlreicher Engagierter bei der jährlichen Aktion Minibrot, hat der VKL die Möglichkeit, im Süden Ugandas in der Erzdiözese Kampala ein weiteres Projekt zu fördern. Dazu werden für die nächsten drei Jahre vom VKL rund 85.000 Euro zur Verfügung gestellt. Insgesamt beträgt das Projektvolumen etwa 600.000 Euro. „Wer nie beim Nachbarn gegessen hat, denkt immer, seine Mutter sei die beste Köchin“, sagt ein ugandischen Sprichwort. Das stellte der Koordinator des Projektes, Hermann Schuten vom Internationalen Ländlicher Entwicklungsdienst, bei seiner Präsentation des Projektes in der VKL Vorstandssitzung am 10. April voran. Das Zitat sei deshalb so passend für das Projekt, weil es vor allem darum gehe, Sozial- und Planungsstrukturen aufzubauen. Und genau deshalb sei das bisherige Projekt auch sehr erfolgreich. Die Menschen lernten vor allem, sich zu organisieren und zusammen zu planen, erläuterte Hermann Schuten. Erst, wenn funktionsfähige soziale Strukturen vorhanden sind, werden die Projekte nachhaltig. Die Region bietet das Potenzial für bessere Ernten und somit mehr Einkommen, denn bei allen Widrigkeiten wie Stürme und Dürren, gibt es dort immerhin drei Regenzeiten. Aber es gehe eben nicht nur um mehr Einkommen, es gehe auch um eine bessere Gesundheitsversorgung und mehr Lebensqualität, erläuterte Hermann Schuten. Das wird bewerkstelligt durch Schulungen und ganz konkret durch den Bau und die Einrichtung von Effizienzöfen, die wesentlich weniger Brennholz brauchen und keinen Qualm in den Hütten verursachen. Das neue Projekt baut auf dem bisherigen Projekt auf, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Vergabe von Kleinkrediten zu fairen Konditionen liegt. Insgesamt 44.800 Menschen, insbesondere Frauen, sollen an diesem Projekt beteiligt werden.

Geburtstage

Es gibt wohl nichts, was sich im Laufe der Zeit nicht mindestens einmal jährt und so Anlass zum Feiern bietet. Ganz besonders sind es aber die Geburtstage mit den runden Glanzpunkten. Wir gratulieren herzlich!

 

90. Geburtstag

Alfons Hilebrand, Schlier

85. Geburtstag

Lothar Beck, Krautheim-Altkrautheim

Franz Dertinger, Weikersheim-Laudenbach

Konrad Volkwein, Frierichshafen-Ailingen

Franz Sauter, Epfendorf

80. Geburtstag

Paul Bantle, Bösingen

Karl Rudhart, Isny-Beuren

Franz Litz, Ravensburg

Hermann Mittnacht, Igersheim

 75. Geburtstag

Anton Schetter, Horb-Grünmettstetten

Walter Wolpert, Krautheim-Oberginsbach

 70. Geburtstag

Willi Nied, Krautheim-Unterginsbach

Ferdinand Kramer, Uttenweiler

Albert Menrad, Utetnweiler-Offingen

Hans-Paul Strobel, Friedrischafen-Ailingen

65. Geburtstag

Georg Köberle, Berg

Franz Häußler, Ulm Ermingen

Marianne Rauscher, Tiefenbach

Hermann Übelhör, Rot an der Rot

60. Geburtstag

Josef Schweizer, Wilhelmsdorf-Zußdorf

Gisela Tanner, Mühlhausen

50. Geburtstag

Bruno Schäfer, Horb-Grünmettstetten