VKL gegen Zulassung von Genmais

Haltung der Bundesregierung ist bedauerlich

Die Position des VKL bleibt weiterhin unverändert. „Wir bedauern, dass sich die Bundesregierung am 11. Februar in Brüssel in der Frage um die Zulassung von Genmais 1507 der Stimme enthalten hat“, sagte der Vorsitzende des VKL, Johannes Sauter. Die Position des VKL gegenüber Grüner Gentechnik blieb unverändert. „Wir lehnen es grundsätzlich ab, Technologien anzuwenden, die weder Zurückholbar noch in ihren Auswirkungen hinreichend absehbar sind“, so der Vorsitzende. Dies insbesondere deshalb, weil Gentechnik nur für wenige Konzerne Vorteile bringt.

Der Genmais ist resistent gegen bestimmte Pflanzenschutzmittel und produziert ein eigenes Insektengift gegen den Maiszünsler. Der VKL kritisieret, dass dieses Gift auch andere Insekten gefährden und darüber hinaus zu Resistenzen führen könne.

Der VKL hätte sich gewünscht, dass die Bundesregierung die Meinung von rund 90 Prozent der Deutschen, welche die Zulassung von transgenem Mais 1507 ablehnt, stärker berücksichtigte.

Als Verband, der weltweit verschiedene ländliche Projekte fördert, ärgert den VKL insbesondere die Argumentation mit dem Welthunger. Es hungern nur die Armen. Viele von ihnen gehören zur ländlichen Bevölkerung oder sind Kleinlandwirte. „Deren Situation mit geeigneten, nachhaltigen Anbaumethoden zu verbessern, ist die effektivste und nachhaltigste Hungerbekämpfung. Eine Tonne Getreide in Europa mehr oder weniger erzeugt, hat keine Auswirkungen auf den Hunger in der Welt“, sagt Johannes Sauter.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es noch: Die EU-Kommission kann die Zulassung noch verhindern.