Internationale Lernpartnerschaft

Gemeinsam basteln an einer ländlichen Identitiät

Was bedeutet eigentlich ländliche Identität und wie unterscheidet sich diese in Deutschland von einer solchen in Italien oder Österreich und welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, damit sich die Menschen dort wohl fühlen. Dieser Frage geht der VKL in internationalen GRUNDTVIG-Programm nach – einer von der EU geförderten Lernpartnerschaft, um über die Grenzen hinweg miteinander zu arbeiten und voneinander zu lernen. Namensgeber ist der dänische Theologe und Pädagoge Nikolaj Frederik Severin Grundtvig (1783 – 1872). Er gilt als Nestor der Heimvolkshochschule und hat dem lebenslangen Lernen wichtige Impulse gegeben. Das Programm läuft über zwei Jahre mit vier Projektpartnern aus drei Ländern. Es geht um den Austausch von Ideen, Erfahrungen und Informationen über Möglichkeiten in ländlichen Gebieten, um mehr Bewusstsein für die Bedeutung von ländlicher Identität wecken.

Praktisch umgesetzt werden die Ideen in internationalen Treffen, in Deutschland, Italien und Österreich mit Interessen- und Regierungsvertretern im Bereich des ländlichen Raums, neue Szenarien und verschiedene Strategien zu betrachten. Neben den Deutschen Partnern, dem VKL und der KLB Bayern engagieren sich die österreichische Organisation (SPES) und der italienische Zusammenschluss Rure (Ruriale Regiani). SPES war ursprünglich eine Gruppe um den Zukunftsforscher Mildendörfer, die eine positive Entwicklung des ländlichen Raumes vorantreiben wollte. Der Gruppe ging es dabei nicht nur um Strukturen, sondern auch um Bewusstseinsbildung. Um ihre Ideen umzusetzen kaufte die Gruppe ein Haus in österreichischen Schlierbach in der Nähe des Kalkalpen Naturparks und gründete dort die Zukunftsakademie. Die Bewegung der geistigen Erneuerung hat vor Ort und überregional nicht nur mit Ideen begeistert, sondern ganz konkret zur ökonomischen und strukturellen Entwicklung vor Ort und darüber hinaus beigetragen. Die italienische Partnerorganisation ist eine 1987 gegründete ehrenamtliche Vereinigung in der Region Emilia. Die Gründungsmitglieder,  junge Farmer, interessierten sich auch dafür, was außerhalb ihrer eigenen Region und Italiens passiert.

Wer mitmachen möchte, hat dazu noch einige Gelegenheiten. Das nächste Partnertreffen findet vom 24.-27.04.2014 im Kloster Heiligkreuztal statt. Vom 19.-22.07.2014 geht dann die Reise nach Österreich zum Partnertreffen in Schlierbach in der SPES-Zukunftsakademie. Vom 23. Bis 26.11 findet ein Partnertreffen in Kehl, Deutschland (KLB) statt. Im April 2015 geht dann die Reise nach Italien. Vom 16.-19.04 findet in Reggio nell`Emilia, Italien (Rure) das letzte Partnertreffen vor dem Schlussbericht am 30.09.2015 statt. Interessierte können sich die Geschäftsstelle wenden.

Weitere Informationen finden Sie im Blog des Projekts.