Ausgabe6/2012

Ausgabe6/2012

In dieser Ausgabe:

Ideenreich und kreativ für die Bewahrung der Schöpfung

„Wir freuen uns und fühlen uns für weitere Aktivitäten sehr motiviert“, sagte der Vorsitzende vom Verband Katholisches Landvolk (VKL) bei der Verleihung des Franziskuspreises am Donnerstag in Stuttgart. „In der Erntedankzeit und gleichzeitig am Namenstag des heiligen Franz von Assisi dürfen wir die Ernte einfahren für langjährige Arbeit und viel Einsatz“, so der Vorsitzende Johannes Sauter. Der VKL wurde für seine kontinuierliche Arbeit für Nachhaltigkeit und Schöpfungsspiritualität mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Mit dem Franziskuspreis zeichnet die Diözese Rottenburg-Stuttgart vorbildliche und zukunftsweisende Beispiele nachhaltigen Handelns aus. „In unserer Diözese ist eine Saat aufgegangen“, sagte Bischof Dr. Gebhard Fürst bei der Preisverleihung im Bischofshaus Stella Maris. Alle 19 eingereichten Initiativen und Projekte seien Ausdruck des Wissens um die weltweite Solidargemeinschaft aller Menschen.

Die Initiative "Nachhaltige Bewusstseinsbildung und Schöpfungsspiritualität" ziele effektiv auf den ländlichen Raum, der sich zunehmend einem Erosionsprozess stellen müsse. Er sei besonders von der Energiewende betroffen, könne gleichzeitig aber auch Lösung bieten. Dafür stehe die intensive Auseinandersetzung des VKL mit der Zukunft von Bioenergiedörfern, sagte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Franz Untersteller, der den Vorsitz der Jury übernommen hatte.

„Nachhaltigkeit und Schöpfungsspiritualität sind zentrale Arbeitsschwerpunkte des VKL seit seinem Gründungsjahr 1960 bis heute“, betonte Johannes Sauter. Exemplarisch dafür stünden die kontinuierliche Bildungsarbeit für Nachhaltigkeit und Schöpfungsspiritualität im ländlichen Raum, sowie die drei großen Kampagnen „mein-nein.de – Haushalt ohne Genfood“, „Kein Patent auf Pflanzen und Tiere“, sowie die Klimakampagne „Fairwandel dein Klima!“. Aber auch die Entwicklungszusammenarbeit, die auf langjähriger partnerschaftlicher Zusammenarbeit beruhe, sei ein Musterbeispiel für Nachhaltigkeit. „In diesem Sinne werden wir weiter arbeiten“, so Johannes Sauter. Denn auch das neue Arbeitsfeld des VKL, „Bürgernahe Kommunalpolitik“ werde intensiv unter den Aspekten Nachhaltigkeit und Schöpfungsspiritualität beackert.

Die Diözese hat den Preis 2008 ins Leben gerufen, um damit zu verdeutlichen, dass das Gebot der Stunde in Sachen Klimaschutz nicht Resignation oder gar Untätigkeit ist. Christen sollten entschieden mit Ideen, Kreativität und Kompetenz für die Bewahrung der Schöpfung eintreten. Schirmherr des Franziskus-Preises 2012 ist der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Einfach Danke gesagt

Den Mitgliedern, die sich über lange Jahre für den Verband Katholisches Landvolk eingesetzt haben, einmal herzlich zu danken, war der Anlass für einen geselligen Nachmittag am 29. August in Wolkertsweiler. Im Gasthof Frohsinn wurden 37 Mitglieder aus dem Raum Ravensburg dafür geehrt, dass sie sich zwischen 15 und 50 Jahre für den VKL eingesetzt haben. Wilhelm Widder und Paul Wieland sind sogar schon seit 50 Jahren aktiv.

Ehrenamtliches Engagement ist nicht selbstverständlich. Deshalb hat der VKL die Ehrenordnung ins Leben gerufen. Danach werden lange Mitgliedschaften oder besondere Verdienste mit Ehren- bzw. Verdienstnadeln in Silber oder Gold  belohnt. Bei der Geschäftsselle des VKL können Sie ein Infoblatt zum Verfahren und den Bedingungen anfordern. 

Kundgebung gegen Gentechnik in Freiburg

VKL kritisiert Genlobbyisten wegen Vorwürfe an die Kirche und warnt vor Glyphosat

Im Rahmen eines Bündnisses gegen Gentechnik am 8. September in Freiburg bezog der VKL Stellung gegen Gentechnik in der Landwirtschaft. Geschäftsführer Wolfgang Schleicher, der auch Sprecher des Aktionsbündnisses Gentechnikfreie Landwirtschaft Baden Württemberg ist, wies dabei auf die Risiken der Agro-Gentechnik für Menschen und Ökosysteme hin.  

Kritik übte Schleicher an einer Demonstration vor dem Freiburger Münster, mit welcher Gentechnik-Lobbyisten im Juli beim Vorsitzenden der DBK, Robert Zollitsch, ein persönliches Gespräch angemahnt hatten. Indirekt hatte der Vorsitzende des "Forums Grüne Vernunft", Horst Rehberger, der Kirche vorgeworfen, am Hungertod von Millionen von Kindern mit schuld zu sein, weil sie sich nicht für Gentechnik in der Landwirtschaft stark mache. „Dieser Vorwurf ist perfide. Darüber hinaus dürfte mittlerweile bekannt sein, dass Gentechnik kein Mittel zur Bekämpfung des Welthungers ist“, so Wolfgang Schleicher. Armut und Hunger würden vor allem durch zerstörte landwirtschaftliche Strukturen verschärft. Stabile politische und soziale Verhältnisse, Abbau von Korruption, Bildung, Zugang zu Saatgut, Dünger und zu Märkten u.a. seien entscheidend, so Schleicher. Nebenbei: Zollitsch befand sich zu diesem Zeitpunkt im Urlaub.

Schließlich wies Wolfgang Schleicher auch auf die Risiken des Einsatzes von „Glyphosat“ hin. „Der Wirkstoff, gegen den die Kulturpflanzen mit Hilfe der Gentechnik unempfindlich gemacht werden, ist längst nicht so harmlos, wie er verkauft wird.“, sagte Schleicher. Er stehe im Verdacht, viele negative Auswirkungen auf Mensch und Mitwelt zu haben.

Die Risiken der Agro-Gentechnik sind für Menschen und Ökosysteme nicht beherrschbar. Darüber waren sich auch die stellvertretende Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion Kerstin Andreae, der Minister für den Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde und die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Elvira Dobrinski-Weiß einig.

VKL präsentiert sich auf der Landesgartenschau

Am Tag der Schöpfung am Sonntag, dem 9. September präsentierte die Landvolkgruppe Grünmettstetten den Verband Katholisches Landvolk (VKL) bei der Landesgartenschau in Nagold. Schöpfungsverantwortung ist das zentrale Thema des Verbandes und so gab es gute Gespräche und Informationen zu den Themen Landwirtschaft, Tierschutz, Grüne Gentechnik und Biopatente.

Geburtstagskinder

Es gibt wohl nichts, was sich im Laufe der Zeit nicht mindestens einmal jährt und so Anlass zum Feiern bietet. Ganz besonders sind es aber die runden Geburtstage. Wir gratulieren herzlich!

90. Geburtstag

Karl Mohr, Biberach

85. Geburtstag

Hermann Knab, Offingen

Leo Wirth, Laudenbach

Josef Eckard, Apfelbach

Hans Hay, Stuttgart

80. Geburtstag

 Franz Roßmann, Demmingen

Alma Schmitt, Rengershausen

Linus Wolpert, Blaufelden

Paul Kränzle, Demmingen

Josef Teufel, Horb-Bittelbronn

Lorenz Drom, Simprechtshausen

Pfarrer Anton Hänsler, Kißlegg

75. Geburtstag

Karl Bodenmüller, Ravensburg

Helmut Fuchs, Waldburg

Hermann Hügle, Ravensburg

Paul Barth, Böbingen

Elfriede Schmid, Dürmentingen

70. Geburtstag

 Albrecht Kling, Grünkraut

Josef Frick, Baustetten

Martha Fuchs, Ravensburg

 65. Geburtstag

Albert Galster, Pfronstetten-Aichelau

Anton Krauth, Gundelsheim

Helmuth Kelber, Bad Mergentheim Löffelstelzen

Anton Albrecht, Argenbühl

Georg Ibele, Berg

Josef Knupfer, Ehingen-Dettingen

Werner Kreidler, Grünmettstetten

Klaus Wunderlich, Bad Mergentheim-Herbsthausen

60. Geburtstag

Ottmar Bodenmiller, Pfronstetten-Aichelau