Solarfeld

Die Energiewende braucht Stromnetze

VKL fordert Priorität für das Einsparen von Strom und Mitsprache aller Betroffenen beim Ausbau des Stromnetzes

Raus aus der Atomkraft, Strom einsparen und so weit wie möglich auf erneuerbare Energie umsteigen. Diese Vision findet mittlerweile wohl einen breiten Konsens in der Gesellschaft. Doch in der konkreten Umsetzung bedarf es intensiver Ausein­andersetzung zwischen den verschiedenen Beteiligten und Betroffenen. Wenn den Bürgern klar ist, dass das langfriste Ziel CO2-Einsparung lautet und die Einschnitte so gering wie möglich gehalten werden, machen sie mit, ist der VKL überzeugt.

Eine der zu lösenden Fragen für das Gelingen der Energiewende ist der notwendige Ausbau der Stromnetze. Besonders betroffen sind hier die Landwirte als Eigentümer oder Bewirtschafter der dafür notwendigen Flächen. Wird ein Stromleitungsnetz über einen Acker geführt, so ist das für einzelnen Landwirt kein kleiner Eingriff, denn er führt zu Ertragsausfällen und Bewirtschaftungshindernissen. Wichtigstes Ziel der Energiewende muss daher das Einsparen von Strom und ein dezentraler Ausbau der erneuerbaren Energie sein. Hier sieht der VKL ein erhebliches Potenzial, um den Netzausbau so gering wie möglich zu halten. Auch die Entwicklung und der Ausbau von Energiespeichern muss vorangetrieben werden. Darüber hinaus sei es wichtig unter dem langfristigen Ziel der CO2-Einsparung alle Beteiligten und Betroffenen an einen Tisch zu bringen um sie in die Diskussion um die besten Lösungen einzubeziehen. In Bezug auf die Strommetze bedeutet das: Eine Diskussion über die ausreichende Entschädigungen für betroffene Landwirte, Verlegung unterirdischer Leitungen, wo das notwendig und vertretbar ist und Einbeziehung von betroffenen Bürgern und Naturschützern.

Neben der Frage des Netzausbaus, gibt es derzeit zahlreiche Baustellen in Sachen Energiewende. Dazu gehört das Stoppen des Preisverfalls für CO2 Emissions­zertifikate, die Fragen nach der Sinnhaftigkeit großer Off-Shore-Anlagen oder etwa die Frage nach der Ausgestaltung der Ausnahmeregelungen für energieintensive Industrieunternehmen. In unserer modernen Demokratie lassen sich die Probleme nur in einer breiten Akzeptanzdebatte lösen, ist der VKL überzeugt. Er verfolgt das Thema weiter intensiv und mischt sich ein, wo er sich gefragt fühlt.