Ausgabe 5/2012

Ausgabe 5/2012

In dieser Ausgabe:

Energie aus Biomasse begrenzen

Studie der Naturwissenschaftlichen Akademie Leopoldina stützt die Position des Verband Katholisches Landvolk (VKL)

Energie aus Biomasse? Ja, aber nur in dezentralen und überschaubaren Größenordnungen. So lautet die seit Jahren vertretene Position des VKL zum Thema Energie aus Biomasse. Gute Argumente dafür liefern nun 20 Wissenschaftler der renommierten naturwissenschaftlichen Akademie Leopoldina in einer aktuellen Studie. Die Wissenschaftler sehen in der Nutzung von Biomasse für die Erzeugung von Strom und Wärme einen eher geringen Beitrag zum Umweltschutz und zur Energiewende. Der VKL teilt die Auffassung, dass der mit großen Anlagen verbundene großflächige Anbau von Energiepflanzen, wie beispielsweise Mais, mit der Produktion von Nahrungsmitteln konkurriert und insbesondere zu überhöhten Pachtpreisen führt. Auch der Transport großer Mengen Biomasse zu den Anlagen stellt eine nicht zu unterschätzende Belastung dar.

Sinnvoll bleibt die Energiegewinnung aus Biomasse, wenn organische Abfälle in überschaubaren Anlagen dezentral in Strom und Wärme verwandelt werden. Hier kann es allerdings notwendig werden, Biomasse aus dem Anbau zuzusetzen, um den Brennwert zu erhöhen.
„Der Vorteil von Biogas ist die Grundlastfähigkeit und in gewissem Maße die Speicherfähigkeit des Gases. Sonne und Windenergie sind in Bezug auf Flächenbedarf und Treibhausgasemissionen effektiver. Deshalb ist die Energiewende nur mit einer Vielfalt der Alternativen zu erreichen. Besonders wichtig ist und bleibt es aber, den Energieverbrauch zu senken und die Energie effektiv zu nutzen“, sagte der VKL- Vorsitzende Johannes Sauter.

 Der VKL begrüßt und unterstützt den Appell der Wissenschaftler an die Politiker, in Europa darauf hinzuwirken, das Ziel nach dem bis 2020 europaweit alle Kraftstoffe zu zehn Prozent aus Bioethanol bestehen sollen, zu überdenken und den Anteil deutlich zu senken.

Schritt für Schritt zu sich selbst

Rund 100 Pilger wanderten in zwei Etappen in die Schweiz nach Flüeli

Tränen der Freude hatten zahlreiche Pilger in den Augen, als sie am vergangenen Mittwoch, dem 8. August nach über 150 km Fußmarsch durch die Schweiz in Flüeli ankamen und damit auch eine innere Reise durchliefen. In diese innere Erfahrung wurden die Pilger von Pater Bruder Klaus Wolter und Schwester Annegret hineingeführt. Sie verstehen es mit ihrer langjährigen Erfahrung, die Pilger intensiv zu begleiten auf ihrem Weg in eine nähere Gotteserfahrung und damit auch in eine tiefere Selbsterfahrung. So durften viele Pilger einiges von ihrem „seelischen Gepäck“ unterwegs abladen, um erleichtert in Flüeli anzukommen. Dort führte der erste Weg zur sogenannten Ranft von Bruder Klaus, der sehr einfachen Wohnstätte des schweizer Nationalheiligen und Schutzpatron des Katholischen Landvolkverbandes. Er dient dem Verband als geistiges Vorbild, da er es verstanden hat, tiefe Spiritualität mit politischem Engagement zu verknüpfen. Gestärkt und offenen Herzens beginnt kehrten die Pilger am Samstag nach dem Abschlussgottesdienst in ihren Alltag zurück, um ihn wieder neu zu gestalten und zu erfahren und vielleicht sind sie ja im nächsten Jahr wieder dabei.

Gestartet waren die 66 Pilger in Ailingen am Bodensee, dem Startpunkt der zweiten Pilgeretappe des VKL über insgesamt 325 km nach Flüeli. Die 45 Pilger der ersten Etappe waren bereits am 27. Juli in Stetten ob Lontal aufgebrochen, um von dort die 175 km zum Bodensee zu pilgern. So waren es insgesamt rund 100 Pilger, die in der Zeit vom 27. Juli bis 11. August, den Fußmarsch nach Flüeli mitgemacht hatten.

Öffnet eure Herzen!

700 Menschen bei der Marienwallfahrt in Neusaß

Öffnet eure Herzen in der Beziehung untereinander und in der Beziehung zu Gott! Das rief Weihbischof Johannes Kreidler den rund 700 Teilnehmern der Marienwallfahrt in Neusaß zu. Bei schönstem Wetter versammelten sich auf Einladung des Verbandes Katholisches Landvolk (VKL) die zahlreichen Wallfahrer um 14.00 Uhr zum Gottesdienst unter freiem Himmel in der Nähe des Klosters Schöntal. Der Weihbischof rief die Menschen dazu auf, untereinander in Beziehung zu treten ohne den Blick auf Gott zu verlieren. Eine solche Beziehung könne man nur persönlich aufbauen, Medien eigneten sich dazu nicht, so der Weihbischof. Für die musikalische Begleitung sorgten der Männergesangverein Diebach unter der Leitung von Engelbert Wolpert und der Musikverein Oberkessach unter der Leitung von Jürgen Landhäuser. Die gute Bewirtung hatte der Männergesangverein Sindeldorf organisiert. Ulrich Keilbach hatte über 50 Kräuterbüschel zur Verfügung gestellt. Die Kräuter werden anlässlich Mariä Himmelfahrt geweiht. Der Erlös mitsamt Kollekte in Höhe von 1300 Euro kommt den Menschen in Uganda und Argentinien zu Gute, mit denen der VKL partnerschaftlich verbunden ist.

Neusaß gilt seit undenklichen Zeiten als ein besonderer Ort. Viele Geschichten und Legenden ranken sich darum. Der erste Hinweis auf Neusaß als Wallfahrtsort findet sich 1395. Das Wallfahrtsbild von Neusaß ist die "Schmerzhafte Mutter Gottes" im Hochaltar. Zu ihr beten die Menschen um Hilfe in Nöten und Ängsten.

Neu: Urkunden und Ehrennadeln für 50 jährige Mitgliedschaft

Ab sofort gibt es im VKL auch Urkunden + goldene Ehrennadeln für 50 Jahre Mitgliedschaft im Verband. Die Urkunden und Nadeln ergänzen die bereits bestehenden Auszeichnungen für 15, 25 + 40 Jahre Mitgliedschaft.