Ausgabe 4/2012

Ausgabe 4/2012

In dieser Ausgabe:

Beteiligte Bürger übernehmen Verantwortung

Bürgerbeteiligungsprozesse liegen voll im Trend - Tagung des Verbandes Katholisches Landvolk in Heiligkreuztal war überaus erfolgreich

Bürger in Projekte einzubinden erfordert Begeisterung und Professionalität. Dann machen sie Spaß. Das ist ein wichtiges Fazit der Tagung Bürgerbeteiligungsprozesse initiieren, die der Verband Katholisches Landvolk in Zusammenarbeit mit sieben Kooperationspartnern, darunter die Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die Leader Aktionsgruppe Oberschwaben, das Gemeindenetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und die Akademie Ländlicher Raum Baden Württemberg, am vergangenen Freitag initiiert hat. Rund 80 Bürgermeister, Ortsvorsteher, Kommunalpolitiker und Vertreter von Institutionen aus ganz Baden-Württemberg waren ins Kloster Heiligkreuztal gekommen, weil sie schon vom Thema begeistert waren oder um sich begeistern zu lassen. Wie immer bot das Kloster Heiligkreuztal das ideale Umfeld für diese Arbeit.

„Bürgerbeteiligungsprozesse erfordern klare Rollen, transparente Spielregeln und professionelle Methoden“, erläuterte der Professor für soziale Arbeit und Leiter der Fachberatung des Gemeindenetzwerks Bürgerschaftliches Engagement, Prof. Paul-Stefan Roß aus Stuttgart. In seinem engagierten Vortrag lässt Professor Roß allerdings auch die häufig genannten Risiken von Bürgerbeteiligung, wie enttäuschte Erwartungen, die Dominanz gut organisierter Einzelinteressen oder Verzögerungen nicht unerwähnt. Die Vorteile aber überwögen deutlich: „Menschen identifizieren sich mit ihren Gemeinden, sie bringen ihre Ideen für sachgerechte Lösungen ein und übernehmen Verantwortung“, so der Experte. „Je professioneller dabei die Vorbereitung und Begleitung der Prozesse, um so mehr überwiegen diese Vorteile.“

Ein funktionierendes Praxisbeispiel aus der Gemeinde Eichstätten präsentierte der Bürgermeister a.D. Gerhard Kiechle. „In Eichstetten ist Bürgerbeteiligung selbstverständlich. ob es um die Organisation eines Gemüsefestes, die Pflege älterer Gemeindemitglieder oder um neue Bebauungspläne handelt“. Kiechle beendete seinen Vortrag mit einem zentralen Ergebnis dieser Bürgerbeteiligungsprozesse: „Aus Bürgerbeteiligung entsteht Verantwortung“, so Kiechle. 

Bürgerbeteiligung liegt im Trend. Viele Gemeinden interessieren sich für neue Wege und neue Ideen. Bei der Tagung wurden Grundlagen und nachvollziehbare Praxisbeispiele vorgestellt und diskutiert. Gute und teilweise auch überraschende Ideen kamen dabei ans Tageslicht. Mit solch begeisternden und professionellen Prozessen kann vor Ort viel Kraft- Zeit und Geld gespart werden. Alle sechs Referenten der Tagung waren sich darüber einig, dass es wichtig es ist, Prozesse und nicht Methoden ins Zentrum zu stellen. Das heißt die Perspektive ist langfristig. Immer wieder gilt es, Bilanz zu ziehen, Ansprechpartner bereit zu halten, Themen neu anzuschieben oder punktuell externe Fachleute zu beteiligen. Insgesamt hat die Tagung nicht nur überzeugt, sondern auch begeistert für neue Ideen in Sachen Bürgerbeteiligung. „Es wird es sicherlich weitere Veranstaltungen geben, die unter dem großen Thema „bürgernahe Kommunalpolitik“ professionelle Unterstützung bieten“, verspricht der Geschäftsführer des VKL, Wolfgang Schleicher.

Pfaffenwinkel – Klöster, Berge und Moore

Fast 30 begeisterte Radler des VKL waren wieder unterwegs

Eine der schönsten Landschaften Deutschlands, im südlichen Bayern haben 29 Radler des VKL in der Woche nach Pfingsten erkundet. „Bergig war es schon“, sagt Marianne Schuler, eine der Organisatorinnen, „aber auch für die 10 Kinder zwischen 7 und 14 Jahren machbar und für alle ein schönes Erlebnis.“ Der Startschuss zur Tour fiel am Pfingstmontag, den 28. Mai, in Memmingen. Von dort ging es nach Ottobeuren, um die weithin bekannte Basilika mit der beeindruckenden Bruder- Klaus -Krypta zu besichtigen. Weiter ging es nach Katzbrui, wo die Gruppe passend zum Deutschen Mühlentag eine Führung erleben durfte. Die erste Übernachtung fand im Dirlewanger Pfarrsaal statt. Der zweite Tag führte nach Landsberg am Lech. Die Tour wurde von einer Gewitterpause unterbrochen, die einigen Radlern zu einer interessanten und spontanen Pfarrhausführung verhalf. Weiter ging es nach St. Ottilien, allein durch ihre Größe eine beeindruckende Klosteranlage und im Anschluss gab es eine Badepause am Ammersee. Vor allem für die Kinder gab es noch einen weiteren Höhepunkt des Tages: Ein Pizzariabesuch in Utting am Ammersee. Mittwochs ging es weiter am Ammersee entlang in Richtung Starnberger See und den 20 eiszeitlich entstandenen Osterseen. Übernachtet wurde in Benediktbeuern, dessen Klosteranlage ebenfalls auf dem Besichtigungsprogramm stand. Am nächsten Tag kamen vor allem die Botanikfreunde auf ihre Kosten, denn das Murnauer Moos zeigte sich mit den vielen blühenden Orchideen von seiner schönsten Seite. „Da waren wir eben zur rechten Zeit am rechten Ort“, sagt Marianne Schuler. Weitere Höhepunkte waren die Wieskirche, Steingaden, Schongau und Kaufbeuren -Neugablonz, wo zum letzten Mal übernachtet wurde. Eine interessante Schlußübernachtung da Neugablonz, eine Vertriebenen-Gemeinde ist. Vertriebene Tschechische Schmuckhersteller haben hier über lange Zeit hinweg eine im wahrsten Sinne des Wortes „Schmuckes Städtchen“ aufgebaut. Billiger Schmuck hatte dann das Geschäft immer schwieriger gemacht.

In der Bilanz sagt Marianne Schuler: „Es war eine gute Gemeinschaft und es war wohltuend mit mehreren Generationen unterwegs zu sein“. Vor allem bei den Kindern für gute Laune sorgte, Günther Martin, Gigges genannt, der mit seinem Begleitfahrzeug die müdem Radler nicht nur entlastet hat, sondern vor allem die Kinder immer wieder mit ansteckend guter Stimmung aufgerichtet hat. Das war schon die dritte Fahrradtour des VKL und Marianne Schuler verspricht: Eine vierte ist in Planung. „Alles noch ganz grob, aber es wird weiter nördlich in der Maingegend sein.“

Süddeutsche im Nordwind

Studienfahrt nach Hamburg und ins alte Land war wieder ein voller Erfolg

56 Teilnehmer der diesjährigen Studienfahrt genossen vom 28. Mai bis 2. Juni das maritime Klima im hohen Norden. In Hamburg ließen sie sich die Elbluft um die Nase wehen und genossen das internationale Flair der Hafenstadt. Bei  der Hafenrundfahrt beeindruckten vor allem die Ozeanriesen mit bis zu 19.000 Containern. Auch die Fahrt von Hamburg nach Helgoland mit dem Katamaranschiff war ein besonderes Erlebnis. Im alten Land waren die Reiseteilnehmer auf der Obstplantage „Herzhof“ zu Gast, der vor allem durch eine erfolgreiche Werbestrategie hervorsticht. Ottmar Bodenmiller hat auch diesmal wieder eine Reiseplanung vom Feinsten präsentiert, das er mit einem schon traditionellen Sektfrühstück inklusive Schinkenhörnchen, die von seiner Frau gebacken wurden, eröffnet hat. E igentlich wollte Ottmar Bodenmiller ein Jahr Pause einlegen, doch die schon 50 festen Anmeldungen haben ihn dazu veranlasst, auch 2013 wieder in die Planung zu gehen. Voraussichtliches Ziel: Steiermark mit neuem Programm.

Nachruf Karl Bopp

Am 8. Juni ist Karl Bopp aus Mulfingen gestorben. Kurz vor seinem 80. Geburtstag ist er von uns gegangen. Karl Bopp war seit … Jahren Mitglied im Verband Katholisches Landvolk. Wir sind dankbar für sein Engagement und nehmen Anteil an seinem Tod.

Geburtstagskinder

Es gibt wohl nichts, was sich im Laufe

der Zeit nicht mindestens einmal

jährt und so Anlass zum Feiern bietet.

Ganz besonders sind es aber die

Geburtstage mit den runden Glanzpunkten.

Wir gratulieren herzlich!

90. Geburtstag

· Albert Wolfert,

Weikersheim-Laudenbach

85. Geburtstag

· Anton Rimmele, Wilhelmsdorf-Zußdorf

· Karl Lang, Berg

· Josef Schwellinger,

Wilhelmsdorf-Zußdorf

· Siegfried Schwenninger, Schlier-Unterankenreute

· Bernhard Wetzel, Waldburg

80. Geburtstag

· Gerhard Heim, Epfendorf

· Gabriel Bopp, Bad Mergentheim-

Wachbach

· Maria Mock, Nagold

75. Geburtstag

· Hugo Löhr, Bad Mergentheim-Wachbach

· Christine Menikheim, Niederstetten

· Alban Vorbach, Simprechtshausen

· Maria Rauch, Friedrichshafen-Ailingen

· Josef Fesenmmayr, Schlier

· Karl Groner, Dornstadt

· Bernhard Rehrauer, Altkrautheim

· Guido Schmid, Seekirch

65. Geburtstag

· Georg Reich, Rot an der Rot

· Norbert Hay, Oberginsbach

60. Geburtstag

· Alfons Heberle, Rottenburg

50. Geburtstag

· Konrad Hehnle, Baustetten

· Franz Häußler, Schwörzkirch