Stoppt Fracking

Nachhaltige regionale Energiekonzepte statt Fracking zur Erdgasförderung!

In einem Brief an die Fraktionsvorsitzenden im Landtag von Baden-Württemberg, sowie an die Umweltausschüsse von Bund und Land, spricht sich der Verband Katholisches Landvolk dafür aus, die Fracking Technologie zur Erdgasförderung in Deutschland zu stoppen, solange die Risiken nicht gründlich erforscht sind und sichergestellt ist, dass das Verfahren technisch beherrschbar ist.

Mit der Fracking-Technologie kann Erdgas aus Schiefergestein oder Kohleflözen erschlossen werden. Nach Schätzungen ließen sich in Deutschland 1,3 Billionen Kubikmeter Erdgas fördern. Das würde den Bedarf für rund 13 Jahre decken. Bislang fehle jedoch eine fundierte und abschließende Beurteilung der Risiken. So gebe es bislang noch keine systematische Erfassung über Art, Menge, Verhalten und Verbleib der eingesetzten Stoffe und keine gezielte, systematische Überwachung der Umweltwirkungen.

„Fossile Energieträger verstärkt abzubauen und zu nutzen heißt, mehr CO2 in der Atmosphäre und damit auch stärkeren Klimawandel. Dies ist für uns, besonders aber für die gravierend betroffenen Entwicklungsländer, nicht zu verantworten.“, sagt der Vorsitzende des VKL, Johannes Sauter.

Die Möglichkeit, mit Hilfe von Fracking Gas aus unkonventionellen Lager-stätten zu fördern, sollte künftigen Generationen als Notreserve überlassen werden. Im Rahmen der Energiewende sei es derzeit nicht erforderlich, diese Reserven anzugreifen. Mit einem bundesweiten Moratorium könnte die Zeit genutzt werden, Erkenntnislücken zu schließen. Sollte sich dann zeigen, dass Fracking ohne Gefahren für Umwelt und Gesundheit eingesetzt werden kann und noch Bedarf für die Erdgasreserven besteht, könnte über eine Zulassung erneut nachgedacht werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt seien drei Strategien wichtig: Erstens das Energiesparen, zweitens die Steigerung der Energieeffizienz und drittens der Ausbau regenerativer Energiequellen aus Sonnenenergie, Energie aus Grünmasse und/oder Holz, Windenergie und Wasserenergie.

„Allein in Baden-Württemberg gibt es genügend Beispiele für die regionale und nachhaltige Energieproduktion, die Schule machen könnten“, so Johannes Sauter. Der VKL veranstaltet in regelmäßigen Abständen Tagungen, welche die dezentrale regionale Energieversorgung thematisieren. Eine Ausarbeitung zum Thema Fracking finden Sie hier.

Bildquelle: badenova AG & Co KG