Der neue Vorstand  v.l.n.r.:  Wolfgang Schleicher, Cornelia Branz, Berthold Segeritz, Georg Gödecke, Klaus Köhle, Elisabeth van der Linde, Johannes Sauter und Landvolkpräses Paul Notz..

Delegiertenversammlung:

VKL blickt weit über den Tellerrand hinaus

Wir leben in der einen Welt und wollen dem Hunger, den weltweit immer noch 870 Millionen Menschen erleiden, nicht tatenlos zusehen. So lautet ein Fazit der Delegiertenversammlung des Verbandes Katholisches Landvolk der Diözese Rottenburg-Stuttgart, zu der am vergangenen Sonntag rund 90 Delegierte und Gäste nach Unterschwarzach bei Bad Wurzach gekommen waren.

Wegen einer Projektreise von acht Landvolkverantwortlichen nach Argentinien im Dezember 2012 stand diesmal das Thema „Eine-Welt-Arbeit“ im Zentrum der Versammlung. Und hier leistet der VKL gute Arbeit, wie das Beispiel Argentinien zeigt. Das vom VKL unterstützte Projekt hat zahlreiche Träger, die kooperativ zusammenarbeiten zum Wohle der Menschen, die vielfach von weniger als 2 Dollar pro Tag leben müssen. „Die Herzlichkeit, mit der wir vor Ort empfangen wurden, tut uns, unserem Verband und der Kirche insgesamt gut“, fasste Landvolkpräses Paul Notz, der auch Pfarrer in Unterschwarzach ist, die Erlebnisse der Reise zusammen. In einer Resolution prangert der VKL die Situation der hungernden Menschen in der Welt nicht nur an, sondern verpflichtet sich unter anderem dazu, sich an Spenden zu beteiligen, fair und regional einzukaufen sowie Gentechnik und Patentierung, die Hunger und Ungerechtigkeit tendenziell verschärfen, konsequent abzulehnen.  

Neuer Vorstand gewählt

In diesem Jahr standen wieder Wahlen auf dem Programm. Der neu gewählte Vorstand wird nun die Geschicke des Verbandes für die nächsten drei Jahre lenken. Erster Vorsitzender bleibt Johannes Sauter aus Epfendorf. Seine Stellvertreter sind Cornelia Branz aus Ingoldingen-Winterstettendorf sowie Georg Gödecke aus Schöntal-Aschhausen. Als Schriftführer fungiert weiter Roland Miola aus Fichtenberg. Beisitzer sind Berthold Segeritz aus Lauda-Königshofen, Klaus Köhle aus Aalen, Hildegard Pfister aus Bingen und Elisabeth van der Linde aus Heidenheim. Aus zeitlichen Gründen ausgestiegen ist Ulrike Nowack aus Heilbronn.

25 Jahre Landwirtschaftliche Familienberatung

Aus Anlass des Jubiläums der Landwirtschaftlichen Familienberatung des VKL stellte deren Leiter, Michael Wehinger, in einem engagierten Vortrag seine Arbeit vor. Die Not vieler Familien vor Augen, die Höfe übergeben, in finanzielle Schwierigkeiten geraten, sich psychischen Problemen auseinandersetzen oder Erbstreitigkeiten austragen müssen, wurde die Familienberatung gegründet. Mittlerweile arbeitet sie sehr erfolgreich und professionell. So wurden allein im vergangenen Jahr 71 bäuerliche Familien von Michael Wehinger und seinem Team von Honorarkräften unterstützt. Die Beratungen können äußerst komplex sein und erfordern harte Arbeit, die oftmals ohne den Berater als „neutrale Person“ kaum zu schaffen ist.

Auch cura familia, der Betriebshilfsdienst des VKL, mit seinen über 100 Mitarbeitern stellte eine Erfolgsbilanz vor. Zur großen Freude aller Beteiligten, arbeitet auch die Stiftung Regenbogen - Hilfe für Familien erfolgreich. Sie kann auch dort noch Hilfe anbieten, wo sonst keiner mehr hilft.